Geburtstag: "Christkind" Resi Kühnen wird Heiligabend 90

Geburtstag: "Christkind" Resi Kühnen wird Heiligabend 90

Sie ist ein richtiges "Christkind": Resi Kühnen vom Hökendyk, an dem die Reitanlage Friedhelm Kühnen zu Hause ist, vollendet am Heiligen Abend ihr 90. Lebensjahr. Sie feiert im Kreise der Familie und mit den Reitern im Reiterstübchen.

Resi Kühnen war eins von sechs Kindern der nicht mehr existierenden Metzgerei Spicker an der Gladbacher Straße. Sie fühlte sich trotz ihres Geburtstages an Heiligabend nie benachteiligt. "Zuhause ging das im Trubel des elterlichen Betriebes meist unter. Von meinem Ehemann Friedrich-Wilhelm bekam ich später entweder ein großes oder zwei kleine Geschenke", sagte die rüstige Dame.

Kennengelernt hatte sich das Paar über Umweg. 1943 fing Friedrich-Wilhelm bei Soldaten, die bei einem Weinbauer untergebracht waren, als Kraftfahrer an. Resis Bruder, der dort als Schirrmeister arbeitete, brachte den Vollwaisen Weihnachten mit nach Hause. "Er war unser Junge", erinnert sich die Jubilarin. Sie war damals 16 Jahre jung, und Friedrich-Wilhelm hatte nur Augen für sie. Sie heiratete ihn im März 1948 und feierte mit ihm sogar die diamantene Hochzeit. Zwei Kinder hat das Paar. Später kamen jeweils fünf Enkel und Urenkel hinzu. "Ich bin jetzt fast 70 Jahre hier auf dem Hof", erzählt Resi Kühnen.

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1951 baute sie mit ihrem Mann quasi aus dem Nichts am Hökendyk ein Wohnhaus mit Stallungen und betrieb dort Landwirtschaft. 1965 begann die Familie mit der Reiterei, und es entstand die Reitanlage Kühnen, die die Eltern später an Sohn Friedhelm Kühnen verpachteten, der daraus einen erfolgreichen Pferdebetrieb machte.

Auf der Anlage finden bis heute große Reitturniere statt. Resi Kühnen ist die Seniorchefin: "Ich gehe überall auf dem Hof schauen, was gemacht wird." Sie ist immer noch für den Haushalt zuständig und kocht für die Familie auf dem Hof.

(off)