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Krefeld: Stadt setzt auf Hafen-Ausbau

Krefeld : Stadt setzt auf Hafen-Ausbau

Am Dienstag startet in München die Gewerbeimmobilienmesse Expo Real. Krefeld wirbt für sich unter anderem mit dem Ausbau des Linner Hafenbahnhofs zum trimodalen Umschlagplatz. 50 Millionen Euro sollen investiert werden.

Das geplante neue Containerterminal auf dem Gelände des Linner Hafenbahnhofs wird ein Schwerpunkt der Krefeld-Präsentation bei der Münchner Gewerbeimmobilienmesse Expo Real. Dort wirbt die Stadt um Investoren.

Vor einem Jahr hatte unsere Zeitung exklusiv über die Planung des Rheinhafens berichtet, das 200 000 Quadratmeter große Areal für 40 Millionen Euro zum Transterminal Krefeld (TTK) auszubauen. Hinzu kommen rund zehn Millionen Euro für den Erwerb von Grundstücken.

"Beim kombinierten Ladeverkehr kann Krefeld in die erste Liga aufsteigen", erklärte Rainer Schäfer, Geschäftsführer des Rheinhafens. Krefeld soll neben Hamburg, Leipzig, Ludwigshafen und München einer von fünf Hauptumschlagplätzen für den Kombiverkehr in Deutschland werden.

Verfahren beginnt nächsten Monat

Das Ziel des kombinierten Ladeverkehrs: Transporte sollen von der Straße auf Schiene und Schiffe verlagert werden, um den Verkehrsinfarkt auf deutschen Autobahnen zu verhindern. Daneben ist der Transport via Bahn oder Rheinschiff auch deutlich umweltschonender.

Deshalb gibt es für entsprechende Terminals Fördermittel vom Bund. Die Anträge des Rheinhafens sind eingereicht, wurden bereits geprüft. "Viele unserer Maßnahmen sind voll förderfähig", berichtet ein Hafensprecher.

Das Eisenbahnbundesamt habe noch Fragen zu Details wie beispielsweise Grundstücksbewertungen; die Antworten will der Rheinhafen bis Mitte des Monats liefern. Hamm: "Wir gehen von einer zügigen Bearbeitung aus, so dass im November das Planfeststellungsverfahren beginnen kann." Baubeginn soll 2013 sein.

Eckart Preen, Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld, nennt das geplante Containerterminal "ein starkes Pfund, mit dem man bei der Expo Real gut wuchern kann." Daneben wird der Auftritt der Krefelder Delegation zwei weitere Schwerpunkte haben. "Wir stellen das City-Konzept der Krefelder Innenstadt als offenes Einkaufscenter vor", berichtet der Wirtschaftsförderer.

Erstmals offiziell bei der Expo Real vertreten ist auch die städtische Tochter Wohnstätte, deren Tochter Bau GmbH seit Freitag Inhaberin von Werkkunstschule und drei Ostwall-Häusern ist (RP berichtete exklusiv). In der Nähe des Treffpunktes "Unter der Uhr" soll innerhalb der nächsten fünf Jahre eine neue Einkaufspassage mit maximal 20 000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen.

Dritter wesentlicher Punkt der Krefelder Präsentation ist der Bereich "Industrie und Gewerbe". "Die erfreulichen Mitteilungen aus der Krefelder Industrie mit Milliardenaufträgen und Millioneninvestitionen geben Rückenwind", sagt Preen.

Bei Podiumsrunden und Präsentationen will Krefeld Standortmarketing betreiben und neue Firmen für den Europark (Gewerbeflächen) und Campus Fichtenhain (Büroflächen) begeistern, aber unter anderem auch die Revitalisierung des ehemaligen Nappo-Geländes vorstellen.

(RP)