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Stadt Krefeld bietet Corona-Impfung im Bus auf dem Neumarkt an

Impfen ohne Termin in der City : Stadt Krefeld bietet Corona-Impfung im Bus auf dem Neumarkt an

Um die Impfquote zu erhöhen und möglichst viele Menschen zu erreichen, greift die Stadt zu einem ungewöhnlichen Mittel: Sie kommt mit einem Impfbus mitten in die Stadt.

Nach dem Motto „Wenn der Mensch nicht zur Impfung geht, geht die Impfung eben zum Menschen“ greift die Stadt zu einem  ungewöhnlichen Mittel, um noch mehr Menschen zum Impfen zu bewegen:  Am Mittwoch, 21. Juli, 14 bis 20 Uhr, wird ein Impfbus mitten in der Fußgängerzone auf dem Neumarkt vor dem Kaufhof stehen. Darin können Besucher der Innenstadt ab 16 Jahren ohne  vorherige Terminbuchung nach Vorlage eines Ausweisdokumentes direkt eine Erstimpfung gegen das Coronavirus vornehmen lassen. Die Zweitimpfung, die in vier bis sechs Wochen erfolgen kann, wird dann vor Ort terminiert. Die Stadt bietet damit zwei Orte fürs Impfen ohne Termin an: das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz, wo man sich an sieben Tagen die Woche von 8 bis 20 Uhr ohne Termin Impfen lassen kann, und den Impfbus in der City.

Die SWK Stadtwerke Krefeld stellen für diese Aktion einen Linienbus zur Verfügung, der entsprechend von außen als Impfbus kenntlich gemacht wird. Ein Impfarzt wird darin arbeiten, unterstützt von medizinischem Personal. Zum Einsatz wird de Impfstoff von Biontech kommen.

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Die Standards bezüglich der Impfung werden denen im Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz entsprechen. „Die Gefahr einer Erkrankung durch eine Infektion mit dem Coronavirus wächst mit einer drohenden vierten Welle im Herbst wieder deutlich“, sagt Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. „Ich appelliere deshalb weiterhin an alle Bürgerinnen und Bürger, mit der Impfung einen Schutz vornehmen zu lassen. Man schützt damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere.“ Nach der zweiten Impfung erhalten die Impflinge direkt vor Ort einen QR-Code, der später auch auf  das Handy geladen werden kann. Dieser QR-Code dient dann als Beleg bei jenen Stellen, wo eine Impfung nachgewiesen werden muss.

Sabine Lauxen verweist auch  darauf, dass parallel das Angebot einer kostenlosen und terminfreien Erstimpfung  auf dem Sprödentalplatz im Impfzentrum täglich von 8 bis 20 Uhr weiterhin besteht.

Lauxen zeigt sich dankbar für die schnelle und partnerschaftliche Hilfe, die die Stadtwerke Krefeld (SWK) angeboten haben. Die Stadtwerke unterstützen damit  die Krefelder Impfkampagne. In den Bussen und Bahnen wird auf TFT-Monitoren und per Lautsprecherdurchsage auf das Impfangebot hingewiesen. „In unserem  Konzern sind mittlerweile viele der Mitarbeitenden geimpft. Das ist gut und wichtig, damit wir da sein können, um zum Beispiel die Energie- und Wasserversorgung und die Mobilität für unsere Stadt sicherzustellen. Jede Impfung hilft, das Coronavirus  zurückzudrängen und wieder ein Leben mit mehr Freiheiten führen zu können“, sagt SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke. 

Impfstoffe seien ausreichend vorhanden, betont Dr. Wilhelm Stutzinger, Leitender Impfarzt. „Selbst wenn die  Corona-Zahlen gegenwärtig auf einem niedrigen Niveau liegen, dürfen wir dieses  Virus nicht unterschätzen. Im Herbst wird jeder froh sein, der sich durch eine Impfung hat schützen können. Wir werden irgendwann an den Punkt kommen, an dem die Corona-Gefahr noch einmal deutlich steigt. Durch eine Impfung sinkt das Risiko eines schweren Verlaufs erheblich. Deshalb freue ich mich, dass bei dieser Aktion alle so gut Hand in Hand gearbeitet haben und wir mit dem Impfbus direkt in die Fußgängerzone kommen können.“

Die Krefelder Impfzahlen sind gut, allerdings gibt es weiterhin wie im Bundesschnitt eine deutliche Zahl an Ungeimpften. Im Bundesschnitt haben 59,2 Prozent aller Bürger eine Erstimpfung erhalten, 44,6 Prozent aller Bürger haben auch schon eine Zweitimpfung. 84,2 Millionen Impfdosen sind bisher bundesweit insgesamt  verabreicht worden (Stand: 15. Juli). Das Krefelder Impfzentrum liegt weiterhin über  dem Bundesschnitt: Eine Erstimpfung haben hier 143.127 Personen erhalten, das sind rechnerisch 61,1 Prozent aller Krefelder Bürgerinnen und Bürger (gemessen auf die Einwohnerzahl: 234.150). Eine Zweitimpfung haben in Krefeld 109.994 Personen erhalten. Das sind 47 Prozent aller Krefelder Bürger.

„Wir müssen nun die erreichen, die bisher aus unterschiedlichsten Gründen noch gezögert haben“, sagt Lauxen. „Der Impfbus in der Innenstadt ist ein Angebot, das direkt zum Bürger kommt. Dieses sollte man wahrnehmen“ Sie betont auch, dass es bei Bedarf weitere Aktionen dieser Art geben kann, um Impfungen direkt vor Ort möglich zu machen.