Stadion Grotenburg in Krefeld: GmbH-Pläne sind offenbar Chefsache, von Norbert Stirken

KFC Uerdingen : Grotenburg:GmbH-Pläne sind offenbar Chefsache

Ein heißes Thema soll Ratsherr Andreas Drabben im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung des Finanzausschusses angesprochen haben – die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung zum Ausbau und Sanierung der Grotenburg als Spielstätte des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen.

Gemeinsame Gesellschafter der GmbH sollen offenbar die Stadt Krefeld als Eigentümer des Stadions und der KFC Uerdingen beziehungsweise dessen Präsident Mikhail Ponomarev werden. Kämmerer Ulrich Cyprian wich der Anfrage dem Vernehmen nach aus. Das Thema sei Chefsache. Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) wolle zu gegebener Zeit aus gegebenem Anlass informieren, hieß es.

Das GmbH-Konstrukt soll außer einer Beteiligung des Hauptnutznießers KFC auch eine bürokratische Vereinfachung ermöglichen. Angeblich müssten Aufträge für die Stadionsanierung gar nicht beziehungsweise weniger aufwändig ausgeschrieben werden.

Anlass für die Anfrage war offenbar eine so genannte Nachbewilligung für die Stadionsanierung in Höhe von 500.000 Euro. Damit stehen nunmehr elf Millionen Euro zur Verfügung, um die Grotenburg für die Dritte Liga aufzurüsten. Derzeit spielt der Fußballclub bei seinen Heimspielen als Gast in Duisburg. Die Frage, inwieweit sich der KFC an den Kosten der Sanierung der Grotenburg beteiligen soll, ließ Meyer bei der Vorstellung der Gutachterergebnisse für die Herrichtung des Stadions im Oktober des vergangenen Jahres öffentlich unbeantwortet.

Wenn die politischen Gremien zustimmen, könne die neue Grotenburg vielleicht schon in der Saison 2020/2021 wieder genutzt werden, hieß es seinerzeit. In einem ersten Schritt zur Herstellung der Drittligatauglichkeit sollen Haupt- und Gegentribüne umgebaut und ertüchtigt sowie eine Rasenheizung installiert werden. Die beiden „Kurven“ Ost- und Westtribüne blieben gesperrt. Das Stadion würde etwa 10.000 Zuschauer fassen.