Sprödental-Kirmes 2019 in Krefeld: Spiegelkabinett „Alcatraz“ wird offiziell eröffnet

Sprödental-Kirmes : Welturaufführung abgesagt

Spnning-Racer und G-Force On-Ride bei der Sprödental Kirmes in Krefeld

Das eigentlich vorgesehene „Jetlag“, das seine Weltpremiere in Krefeld haben sollte, kommt nicht. Dafür rückte kurzfristig ein anderes Geschäft nach. Spiegelkabinett „Alcatraz“ wird offiziell eröffnet und gesegnet.

Eigentlich sollte die Sprödentalkirmes, die am Freitag um 15 Uhr eröffnet, die Weltneuheit „Jetlag“ bieten. Doch da die TÜV-Abnahme für das gerade erst fertiggestellte Fahrgeschäft erst in den vergangenen Tagen erfolgte, reichte die Zeit nicht mehr, um alle notwendigen Formalitäten zu regeln. „Das Problem ist, dass der Schausteller mit dem TÜV-Bericht ein Baubuch oder eine Ausführungsbescheinigung von der Stadt, in der er gemeldet ist, bekommen muss. Es ist also nicht die Stadt Krefeld. Diese Bescheinigung hat sich nun aber verzögert, und er konnte die entsprechenden Unterlagen bis zum Mittwochabend nicht vorlegen. Darum konnte das Fahrgeschäft nicht nach Krefeld kommen“, erläutert Platzmeisterin Mara Rippen.

Ein späterer Aufbau nach erteilter Genehmigung sei jedoch nicht möglich. „Wenn Tausende Besucher auf dem Platz sind, wäre ein Aufbau viel zu gefährlich“, sagt Rippen. Außerdem hätte es auf unbestimmte Zeit eine Lücke gegeben. Darum setzten sich die Veranstalter kurzfristig mit Harvey Wegener in Verbindung. Er hatte für die kommenden beiden Wochen eigentlich keine Buchung. „Wir waren zu Hause in Wettringen im Münsterland, als der Anruf kam. Den Kontakt hat mein Schwiegervater hergestellt, der mit seiner Geisterbahn am Eingang der Kirmes steht. Dann hieß es: Schnell nach Krefeld fahren. Die ganze Familie hat mitgeholfen, und jetzt sind wir mit einer Nachtschicht am Mittwoch rechtzeitig fertig geworden“, erzählt Wegener.

Für ihn ist die Situation vorteilhaft. „Durch die Feiertage in den vergangenen Wochen war alles dicht gedrängt. Jetzt ist etwas weniger zu tun. Darum passt uns das super“, erzählt der Schausteller, der nun mit seinem „Beach Jumper“ an der Stelle steht, die für „Jetlag“ vorgesehen war. „Ein Geschäft zu finden, das ähnliche Abmessungen hat, ist gar nicht so einfach. Umso glücklicher sind wir, Beach Jumper so kurzfristig gefunden zu haben“, sagt Rippen.

Diesem direkt gegenüber steht allerdings eine andere Attraktion, die in Krefeld Premiere feiert: Das Spiegelkabinett „Alcatraz“. Zwar stand es bereits in Frankfurt am Main auf der dortigen Kirmes, aber einige Änderungen wurden danach noch vorgenommen. „Hier sind wir erstmals in der endgültigen Form zu sehen“, erzählt Betreiber Ralf Sturm. Der Schausteller aus Stolberg bei Aachen baute das Kabinett völlig in Eigenregie. 95 Spiegel, darunter einige Zerrspiegel, sollen die Besucher verwirren und ihnen erschweren, den Ausgang zu finden. „Erfahrungsgemäß sind Kinder darin besser. Erwachsene verlaufen sich viel häufiger. Kinder rennen einfach drauflos und irgendwann sind sie wieder draußen“, erzählt Sturm. Jeden Morgen muss er mit seinem Team die Spiegel von beiden Seiten putzen. „Insgesamt sind das 190 mehr als mannshohe Spiegel. Der Traum einer jeden Hausfrau“, erzählt Sturm lachend. Die Idee zum Namen hatte sein Sohn Ralf Junior. „Er sagte: Die Leute gehen rein und kommen nicht mehr raus. Das war bei Alcatraz genauso“, erzählt er.

Doch es gibt auch viele bewährte Fahrgeschäfte auf der Kirmes. So zum Beispiel die Achterbahn „Spinning Racer“, die sich bei den Besuchern stets großer Beliebtheit erfreut. Zum dritten Mal ist Josef Kollmann aus Pocking bei Passau mit seinem „G-Force“, einer überdimensionalen Schaukel mit drehbarem Unterteil, dabei. Für Kinder gibt es auch die Mini-Achterbahn „Speedy Gonzalez“, eine von nur zweien dieser Größe in Europa. Für Groß und Klein ist also etwas geboten. Die 95. Auflage der Kirmes bietet wieder viele Attraktionen.

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