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Zweitligist HSG Krefeld unterliegt Dresden mit 22:29

Zweite Handball-Bundesliga : Brürens Tore reichen der HSG nicht

Handballzweitligist Krefeld verliert zu Hause gegen den HC Elbflorenz deutlich mit 22:29. Im Angriff ragt Torjäger Kevin-Christopher Brüren mit neun Toren aus einer Mannschaft heraus, die in der zweiten Halbzeit enttäuscht.

Handball-Zweitligist HSG Krefeld blieb in der Begegnung gegen den HC Elbflorenz wieder einmal hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück. Vor 934 Zuschauern unterlag das Tabellenschlusslicht den Gästen aus Sachsen in der Glockenspitzhalle mit 22:29 (13:14), nachdem sie noch in der ersten Hälfte gut mitgehalten hatten. Spätestens nach dieser klaren Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf müssen sich die Verantwortlichen Gedanken machen, wie die HSG in der Liga bestehen will.

Schon einen Tag vor der Partie gab es eine personelle Änderung im Kader. Der Vertrag mit Rückraumspieler David Hansen wurde mit sofortger Wirkung im beiderseitigen Vernehmen aufgelöst. Der 28 Jährige kam unter Trainer Arnar Gunnarsson nur selten zum Zug, da er seine in der Vorsaison gezeigten guten Leistungen nicht bestätigte. „Das führte bei David zu viel Frust. Wir brauchen aber Spieler, die Impulse geben. Für David ist es die Chance für einen Neuanfang; für uns könnte sich so die Möglichkeit ergeben, mit dem frei gewordenen Kaderplatz und dem eingesparten Budget vielleicht noch einmal personell zu reagieren“, erklärte der Sportliche Leiter Stefan Nippes, der zwar Gespräche mit potentiellen Neuzugängen bestätigte, aber noch keinen Namen nannte.

Das dringend noch jemand für den Rückraum gebraucht wird, zeigte sich schon gleich zu Beginn des Spiels, da in Toni Sario ein weiterer HSG-Spieler auf dieser Position verletzungsbedingt ausfiel. Gunnarsson setzte zwar wieder auf die Taktik, in Simon Ciupinski und Tim Gentges zwei Spielmacher auf Feld zu schicken, jedoch traute sich kaum einer außer Kevin Christopher Brueren, aus der zweiten Reihe zu werfen. Hinzu kamen etliche leichte technische Fehler. Der Krefelder Torjäger war es dann auch, der zum Ende der ersten Halbzeit zweimal im Nachwurf am schnellsten reagierte und dafür sorgte, dass es mit einem 13:14 in die Pause ging.

Nach dem Wechsel standen nur vier Krefeld auf dem Feld, da sich neben Dominic Luciano auch noch Damian Janus eine Zeitstrafe einfing. Die Unterzahl blieb zwar ohne schwerwiegenden Folgen, doch kaum komplett ging der Faden verloren. Die Dresdener bauten kontinuierlich ihre Führung aus. In der 42. Minute kam Krefeld durch einen Doppelschlag auf 18:21 heran, eine Strafe gegen Dresden sorgte zusätzlich für eine Überzahl. Doch die Hoffnung, das Ruder jetzt herum reißen zu können, wurde durch die dritte Zeitstrafe gegen Damian Janus und der damit verbundenen Roten Karte für den Abwehrchef zunichte gemacht. Gunnarsson schickte in Felix Jaeger und Karl Roosna zwar frische Leute aufs Feld, die HSG verfiel jedoch wieder in alte Fehler, die die Gäste aus Sachsen erbarmungslos zu Gegentoren nutzten. Hinzu kam auch noch, dass gegen Ende auf Krefelder Seite der Kampf nicht mehr angenommen wurde. „Wir haben trotz der Fehler eine erste gute Halbzeit gespielt und haben auch die ersten sieben, acht Minuten nach der Pause gut mitgehalten, aber werfen die Bälle in Überzahl nicht rein. Am Ende haben wir das Spiel verloren, weil wir uns das Leben selber schwer gemacht haben“, sagte ein sichtlich enttäuschter Kevin-Christopher Brüren.

HSG: Stammer, Toth, Keutmann – Schiffmann, Jaeger, Wöstmann (2), Cutura (1), Vonnahme, Luciano (2), Gentges, Schulz (1), Ciupinski (7), Brüren (9/4).