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Zimmermann-Gala beim Sieg der HSG

Handball : Zimmermann-Gala beim Sieg der HSG

Handball:Der Linksaußen des Krefelder Drittligisten erzielte gestern bei der erfolgreichen Heimpremiere gegen Team Handball Lippe die Hälfte der 34 Treffer. Trainer Ronny Rogawska sah eine deutliche Leistungssteigerung.

Mit einer 17-Tore-Gala vor 613 Zuschauern gegen das Team Handball Lippe führte Max Zimmermann die Eagles zum ersten Saisonerfolg und damit einer erfolgreichen Heimpremiere mit 34:24 (18:14). Dabei ging es zunächst holprig für die Hausherren los. Verwirrung und Regelkunde für alle Zuschauer gab es in der siebten Minute. Ein falscher Wechsel von Torwart Stefan Nippes führte zu Strafzeit und Siebenmeter. Die Szene brachte die Eagles spürbar aus dem Tritt und sie fielen auf 4:7 zurück, kämpften sich dann aber mit drei schnellen Toren im Gegenstoß wieder zum Ausgleich.

Immer wieder war vor allem der schnelle Zimmermann im Gegenstoß erfolgreich, der unter Ronny Rogawska bereits in Korschenbroich Toptorjäger war. Auch sonst zeigten die Eagles vorn oft gute und schnelle Kombinationen und schöne Tore, bekamen aber in der Abwehr noch nicht den Zugriff, den sich Trainer Rogawska wünschen würde. „Da müssen wir einfach kompakter sein und mehr Stabilität herein bekommen. Das hat im weiteren Verlauf aber besser geklappt“, sagte der Übungsleiter zu seiner Hintermannschaft in dieser Phase. Die gute Offensivleistung um den besten Werfer Zimmermann, der bereits in der ersten Halbzeit seine Erfolgsquote der Vorwoche mit neun Toren erreichte, brachte den Eagles aber dennoch eine beruhigende Vier-Tore-Führung (18:14) zum Seitenwechsel.

Nach der Pause stand die Defensive besser, allerdings auch, weil sich die Gäste einige eigene Fehler erlaubten. Vorne blieb es bei der Max-Zimmermann-Show, der Tor um Tor erzielte. Nun fanden auch einige andere Akteure im Windschatten Zimmermanns zu ihrer Form. Allen Voran „KC“ Brüren, der in der ersten Halbzeit noch wenig Präsenz ausgestrahlt hatte und mehrfach das Tor verfehlte. Seinen ersten Treffer in der 39. Minute feierte er entsprechend emotional und ließ diesem nur zwei Minuten später einen Kracher aus dem Rückraum folgen.

Eine Premiere sahen die Zuschauer dann in der 47. Minute, als der bis dato perfekte Zimmermann erstmals in dieser Partie am Torwart scheiterte. Zu diesem Zeitpunkt wies sein Konto bereits 15 erfolgreiche Versuche in Serie auf. In der 50. Minute gab ihm dann der Trainer eine Pause und dem jungen Dorian Woestmann die Bewährungschance. Zimmermann kam nur noch für Siebenmeter aufs Feld und traf hier noch zweimal. Am Ende stand ein klares 34:24 für die Eagles, bei denen in den letzten fünf Minuten der junge Paul Keutmann ins Tor rückte.

„Wir haben uns heute im Spiel und zur Vorwoche deutlich gesteigert. Ab etwa 15 Minuten stand unsere Abwehr besser. Ich hebe selten Spieler heraus, aber heute war Max Zimmermann natürlich überragend“, sagte Rogawska, der auch schon auf die kommende Woche und das Spiel bei den Bergischen Panthern blickte, die er als Mitfavorit bezeichnete. Dann gibt es auch ein Wiedersehen mit dem letztjährigen HSG-Toptorjäger Jens Reinarz.

HSG: Nippes, Jäger, Keutmann – Woestmann, Janus, Goerden (3), Roosna (3), Vonnahme (2), Gentges, Kuhfuß (1), Hansen (1), Zimmermann (17/6), Ciupinski (3), Brüren (3), Hampel.