Windsurfen: Europameister Vincent Langer gewinnt Worldcup vor Kühlungsborn

SURFEN: Langers nächster Streich

Der dem Segelklub Bayer Uerdingen angeschlossene Profisurfer gewann auch den Worldcup im Ostseebad Kühlungsborn. Jetzt freut er sich auf die DM vor Sylt.

Vincent Langer scheint in dieser Saison eine Klasse für sich zu sein. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft und den jüngsten Weltcup-Erfolgen setzte der Profisurfer, der dem Segelklub Bayer Uerdingen angeschlossen ist, ein weiteres Ausrufezeichen: Beim Weltcup in Kühlungsborn gewann er erneut die Gesamtwertung und fährt nun als Top-Favorit zu den Deutschen Meisterschaften, die ab dem 24. Juli vor Sylt ausgetragen werden.

Die höchste deutsche Regattaserie, der Multivan Windsurf-Cup, zog diesmal die nationale Windsurf-Elite und auch ausländische Cracks in das Ostseebad. Die perfekten Windsurfbedingungen begeisterten nicht nur die Windsurfer, sondern lockten auch ein Rekordpublikum von über 25.000 Besuchern nach Kühlungsborn. Nachdem am Eröffnungstag der Däne Sebastian Kornum zunächst die Führung übernommen hatte, trumpfte einen Tag später Slalom-Europameister Vincent Langer auf und sicherte sich schließlich den Veranstaltungssieg.

„Kühlungsborn war mal wieder der Hammer“, sagte Langer strahlend. „Die Bedingungen gehörten mit gleichmäßigem, starkem sideshore Wind zu den besten Slalombedingungen, die ich jemals erlebt habe. Als Windsurf-Profi komme ich viel rum. Kühlungsborn gehört auf jeden Fall zu den besten Windsurfspots. Es ist immer wieder toll hier zu surfen. Es war ein enger Kampf mit Sebastian. Ich freue mich, dass ich hier den Sieg erringen konnte. Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in die Deutsche Meisterschaft auf Sylt“, schwärmte er.

An den beiden ersten Wettkampftagen wurden insgesamt fünf Slalomeliminationen gefahren. Langer siegte in drei der fünf Serien. Damit sicherte sich der Kieler den Sieg im Slalom mit der Idealpunktzahl. Der Schönberger Nico Prien hielt bis zur letzten Wettfahrt dagegen. Er war der einzige Fahrer, der sich ebenfalls Laufsiege im Slalom sichern konnte. In der letzten Wettfahrt hätte er vor Langer auf Platz eins oder zwei einlaufen müssen, um ihn noch zu verdrängen. Priens vierter Platz reichte hierfür nicht. Seine Leistung war aber ausreichend, um Platz zwei im Slalom zu verteidigen. Der Däne Kornum hatte einen perfekten Start in die Regatta. Mit zwei zweiten Plätzen war er extrem konstant und führte die Ergebnisliste am Ende des ersten Tages an. Am zweiten Tag zeigte er dann aber Schwächen und eröffnete seinen Konkurrenten Langer und Prien so die Möglichkeit, ihn im Slalom zu passieren.

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Außerdem wurde beim Multivan Windsurf Cup Kühlungsborn noch die Disziplin Waveriding gefahren. Der Kampf um das Podium im Waveriding war den Spezialisten in dieser Disziplin vorbehalten. Der Rostocker Lokalmatador Mathias Genkel setzte sich im Finale nach einem engen Kampf durch. Im Kampf um Platz drei siegte der Nachwuchsfahrer Malte Kuny aus Stade gegen Daniel Weiß - und dann folgte bereits Vincent Langer.

Die Finalkämpfe im Waveriding hatten keinen Einfluss auf die Platzierungen in der Overallwertung. Hier werden die Ergebnisse der beiden Disziplinen kombiniert. Vincent Langer setzte sich am Ende durchsetzen. Er profitierte dabei vor allem von seinem Sieg im Slalom. Aber ohne den fünften Platz im Waveriding hätte er es nicht schaffen können. Auch Kornum konnte sich über einen fünften Platz im Waveriding freuen. Zusammen mit seinem dritten Platz im Slalom belegt er im Endklassement den zweiten Platz.

„Der Multivan Windsurf Cup in Kühlungsborn war mega. So große Windsurf-Events gibt es bei uns in Dänemark nicht. Vincent und Nico waren starke Gegner. Vincent hat am Ende verdient gewonnen. Aber ich hoffe, dass ich bei der Deutschen Meisterschaft auf Sylt Ende Juli den Spieß umdrehen kann“, sagte der sympathische Däne. Vincent Langer wird sich sicherlich eine passende Antwort überlegen - auf dem Board.


FOTO: Choppywater/mit Agentur

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