Wasserball: SV Krefeld 72 feiert Derby-Sieg gegen Bayer Uerdingen

Wasserball : SVK 72 feiert Derby-Sieg gegen Bayer Uerdingen

Eigentlich gibt es bei jedem Lokalderby, egal in welcher Sportart, immer eine gewisse Vorfreude auf beiden Seiten. Bei der SV Krefeld 72 war diese am Mittwochabend im Spiel der Wasserball-Bundesliga beim SV Bayer Uerdingen allerdings stark gedämpft.

Da das Badezentrum kurzfristig, als Trainingsstätte wieder nicht zur Verfügung stand, galt es erneut zu improvisieren.

„Wir haben in Düsseldorf schnell eine Alternative gefunden“, sagt SVK-Teammanager Ferdinand Vogel. Allerdings ist es eine, die kurzfristig von den Spielern zwar schnell weg gesteckt werden, aber dem Verein längerfristig sehr weh tun würde. „Es gibt einen Notfallplan, dass wir Zeiten in Fischeln bekommen oder nach Duisburg und Düsseldorf ausweichen. Aber die sind spätabends und bedeuten gerade bei uns im Jugendbereich für eine Zusatzbelastung.“

Es zeigt sich aber im Wasserball, dass das Verhältnis zwischen den Städten Krefeld und Düsseldorf gut ist. Das wäre auch im Fußball so, wenn die Fortuna ihren Konflikt mit der Stadt Düsseldorf um die Merkur Spiel-Arena endlich lösen würde. Aber auch auf sportlicher Ebene geht es freundschaftlich zu. So trainiert die SVK gemeinsam mit dem Düsseldorfer SC im Wasser, obwohl beide Teams in der B-Gruppe direkte Konkurrenten sind. „Man kann dabei einiges ausprobieren. Nur wenn wir in der Bundesliga dann gegen den DSC spielen, dann macht es keinen Sinn die taktischen Finessen vorher zu verraten“, verrät Vogel. Bisher hat er den Eindruck die Spieler haben es verkraftet, auswärts zu trainieren. „Wenn es aber längerfristig so weiter läuft, dann zerrt das sicherlich an den Nerven. Auch für mich ist das nicht einfach, wenn ich den Spielern sonntags abends nicht sagen kann, wo wir an den nächsten Tagen trainieren können“, sagt Vogel, der gestern von der Stadt das Okay bekam wieder ins Bockumer Badezentrum zurückzukehren.

‪Am Mittwoch Abend‪ hatte die Trainingssituation keinerlei Auswirkungen auf das Spiel der SVK. Das von Trainer Stratkämper betreute Team suchte sein Heil vornehmlich mit Würfen aus der zweiten Reihe, die Dustin Bauch im Tor von Bayer nicht alle parieren konnte. Die Uerdinger hingegen wollten den Weg zum Tor vornehmlich über ihren Center Lazar Killibarda erfolgreich gestalten, was aber nicht so oft gelang. Dass Uerdingen weiter über die Mitte den Zug zum gegnerischen Tor suchte, hatte zur Folge, dass bei der SVK gleich drei Spieler frühzeitig von der Partie nach drei persönlichen Fouls ausgeschlossen wurden. Als Nachteil erwies sich das aber nicht. Im Gegenteil, ab dem dritten Viertel zog Krefeld auf 7:3 davon und hielt bis zum Ende den späteren 14:10-Sieg sicher in den Händen.