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Warum der KEV 81 die Überraschung der Eishockey-Oberliga ist

Eishockey-Oberliga : KEV 81 ist die Überraschung der Liga

Die Mannschaft von Trainer Elmar Schmitz hat die Erwartungen in der Eishockey-Oberliga bislang voll erfüllt. Auch ohne Ausländer könnte der Talentschuppen sogar den zehnten Platz und damit die Pre-Play-offs erreichen.

Die U23 des KEV 81 belegt in der Eishockey-Oberliga nach 25 Spielen Platz zehn. Damit hat die junge Mannschaft bis jetzt die vor der Saison ausgesprochenen Erwartungen mehr als erfüllt. Ziel der Verantwortlichen vor der Spielzeit war es, besser abzuschneiden als in der vergangenen Saison, wo man Letzter wurde. Insgeheim wurde aber darauf spekuliert, die Pre-Play-offs zu erreichen, wofür Platz zehn notwendig ist. Damit könnte es auch klappen, wenn die Mannschaft in den noch zu absolvierenden 23 Partien weiterhin regelmäßig punktet. Das Team von Trainer Elmar Schmitz ist die positive Überraschung der Liga. Es war nicht damit zu rechnen, dass sich die jüngste Mannschaft, in der viele Spieler stehen, die ihr erstes Jahr im Seniorenbereich absolvieren, so gut aus der Affäre zieht. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Die Verantwortlichen des KEV 81 sehen ihre Aufgabe in erster Linie in der Ausbildung und Förderung junger Talente und als Zulieferer für den Profikader der Pinguine. Hier machen sie sowohl bei den Jungs, die von Kindesbeinen an für den KEV spielen, als auch bei den Neuzugängen einen prima Job. Bestes Beispiel ist Alexander Blank, der sich nach drei Monaten in den Kader der Pinguine gespielt hat. Andere Spieler haben mittelfristig sicher auch diese Perspektive. Hier ist in erster Linie der gerade erst 17 Jahre alt gewordene Luca Hauf zu nennen, der zusammen mit seinen Sturmpartnern Jakub Prokurat und Marcel Mahkovec bislang eine sehr gute Saison spielt. „Die Entwicklugnder drei ist schön und das macht uns auch ein wenig stolz“, sagt Trainer Schmitz.

Während Hauf das Eishockeyeinmaleins in Krefeld erlernt hat und Prokurat seit 2018 den schwarz-gelben Dress trägt, kam Mahkovec im Sommer aus Slowenien auf Vermittlung vom ehemaligen Pinguine-Verteidiger Mitja Robar. In der Abwehr ist der 18jährige Leon Schuster, der im Sommer aus Mannheim kam, eine feste Größe. „Im DNL-Kader der Jungadler lief er etwas unter dem Radar, dass er sich gleich einen Stammplatz erkämpft, habe ich so nicht direkt erwartet“, sagt Schmitz.

Im Gegensatz zu den anderen Teams hat der KEV auf professionelle Kontingentspieler verzichtet und sich in Julius Bauermeister und Adrian Grygiel für zwei Krefelder als Führungsspieler entschieden. Diese Rechnung ist voll aufgegangen. Grygiel führt die Mannschaft als Kapitän und ist Topscorer des KEV mit 16 Treffern und 22 Torvorlagen. Abwehrspieler Bauermeister ist in der ligaweiten Scorerliste der Verteidiger mit sieben Treffern und 21 Torvorbereitungen sogar auf Platz zwei. „Die beiden haben unsere Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt und tragen unser Projekt nicht nur auf dem Eis mit.“

Noch deutlich Luft nach oben haben die beiden Angreifer Maciek Rutkowski und Adam Kiedewicz, die beide bereits einen Vertrag bei den Pinguinen haben. Während bei Kiedewicz ein paar Abstriche bei der Beurteilung seiner Leistung zu machen sind, weil er durch eine Gehirnerschütterung vier Spiele verpasste, hinkt U-18 Nationalspieler Rutkowski mit fünf Treffern und der schlechtesten Plus/Minus Bilanz (-14) aller Stürmer doch deutlich seinen Ansprüchen hinterher. Wenn sie sich noch steigern und das Team von Verletzungen verschont bleibt, könnte es mit Platz zehn klappen.