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Fußball: Viktoria zu stark für Grefrath

Fußball : Viktoria zu stark für Grefrath

Im Derby der Frauenfußball-Niederrheinliga gewann der SC Viktoria Krefeld bei Aufsteiger SV Grefrath mit 6:2. Die Gäste machten das 1:9 vom ersten Spieltag wett, während die Niersstädter noch in der Liga ankommen müssen.

Bereits am zweiten Spieltag in der Frauenfußball-Niederrheinliga traf der SC Viktoria Krefeld auf den Aufsteiger SV Grefrath. Beide Teams gingen mit neuen Übungsleitern in die Saison, und beide Teams mussten sich in der Vorbereitung auf die jeweiligen taktischen Vorgaben der Trainer einstellen.

Phil Wilkinson übernahm zwar die Marschroute von Vorgängerin Ulrike Scheidweiler, legt aber viel mehr Wert auf ein kompaktes Mittelfeld, das variabel nach vorn und hinten arbeitet. Noch radikaler fand die Umstellung in Grefrath statt. Holger Belting spielt in der Niederrheinliga mit einer Viererkette, wohingegen sein Vorgänger Jürgen Büssers noch eine Kombination aus Raum- und Manndeckung spielen ließ.
Weitere Brisanz bekam die Begegnung durch die Resultate beider Teams am 1. Spieltag. Grefrath hatte beim Mitaufsteiger SV Linde mit 0:4 verloren, und die Viktoria kassierte eine 1:9 Heimschlappe gegen Borussia Mönchengladbach II.

Optimismus vor dem Spiel

Natürlich strahlten beide Coaches vor dem Spiel gelassenen Optimismus aus. Doch nach 90 Minuten hatte sich die Routine und das schnellere Spiel der Gäste durchgesetzt, was sich in einem klaren 6:2 (4:1) Sieg wieder spiegelte. Nach anfänglicher Nervosität gewannen die Gäste immer mehr Zweikämpfe und erzielten auch prompt durch Katharina Presch (3.) die 1:0-Führung. Presch kam zu Beginn der Saison aus St. Tönis und war eine Wunschspielerin von Wilkinson. Grefrath fand nicht in das Spiel und konnte den schnellen Ballpassagen der Gäste kaum folgen. Logisch waren das 2:0 durch Laura Wirringer (7.) und das 3:0 durch Christina Vossen (16.). Das 4:0 (37.) durch Sabine Hartjes war schon eine Vorentscheidung.

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Trainer Belting versuchte, das Spiel seiner Mannschaft von außen zu beruhigen, doch Grefrath wirkte völlig verunsichert. Das 1:4 durch Annika Gerhards änderte auch nicht viel daran, denn nach der Pause wurde das Match zwar etwas ausgeglichener, doch das 5:1 durch Presch (59.) war der endgültige K.o. für den SV. Nun machte sich auch die brütende Hitze auf dem Grefrather Rasenplatz bemerkbar, denn beide Teams bauten merklich ab. Presch erzielte in der 79. Minute ihr drittes Tor zum 6:1. Gerhards korrigierte das Ergebnis mit dem Schlusspfiff auf 6:2.

"Mein Team hat alle Anweisung bestens umgesetzt. Das Mittelfeld machte viel Druck nach vorne und war auch zur Stelle, wenn es mal hinten eng wurde", sagte Wilkinson. Trainer Belting wies auf die Unerfahrenheit seiner Spielerinnen hin, ist aber trotzdem optimistisch, dass sich sein Team in der neuen Liga akklimatisieren wird.