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Vier Spielerinnen des Crefelder HTC leben in einer WG in Köln

CHTC-Spielerinnen bilden WG : Chaos am Chlodwigplatz

Unter diesem Motto berichtet das Quartett des Hockey-Zweitligisten CHTC aus seiner WG in Köln, wo es auch Koch- und Cocktailwettbewerbe veranstaltet – natürlich mit Siegern und Verlierern.

Dass Sportlerinnen einer Mannschaft sich auch außerhalb des Spielfeldes gut verstehen, ist nichts Ungewöhnliches und definitiv förderlich für den Teamgeist. Doch vier Damen des Crefelder HTC – Nike Michler, Isabel von Aschwege, Johanna Schneider und Julia Krueger – haben eine ganz besondere Beziehung. Seit Februar wohnt das Quartett gemeinsam in einer WG am Kölner Chlodwig Platz. Die vier 21 Jahre alten Studentinnen haben sich bestens organisiert, um Studium, Hockey und ein gewisses Maß an Freizeit unter einen Hut zu bringen. Doch vor allem sorgt ihr guter Zusammenhalt sorgt, dass trotz allem der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt.

„Wir sind schon seit unserer Kindheit eng befreundet und haben viel Zeit gemeinsam auf dem Hockeyplatz verbracht. Als dann klar war, dass alle in Köln studieren würden, stand schnell fest, dass wir uns zu viert auf Wohnungssuche machen,“ berichtet Isabel von Aschwege.

Dabei haben die Mitbewohnerinnen ganz unterschiedliche Studiengänge eingeschlagen. Isabel von Aschwege studiert Lehramt, Johanna Schneider Sozialwissenschaften, Julia Krueger ist bereits im fünften Semester Wirtschaftspsychologie und Nike Michler hat nach dem Start in Maastricht ihren Bachelor in Vegan-Food Management in Köln fortgesetzt. „Gerade in der Zeit des Online-Studiums ist es einfach schön, wenn man aus seinem Zimmer kommt und direkt gute Freundinnen sieht. Auf Auswärtsfahrten sitzen wir dann auch gemeinsam im Auto und teilen uns die Hotelzimmer jeweils zu zweit“, erzählt Nike Michler.

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Insgesamt verbringen die vier auch außerhalb der Wohnung viel Zeit miteinander. „So ein Training nimmt mit Hin- und Rückfahrt und Parkplatzsuche schon um die sechs Stunden in Anspruch. Wenn man dann noch die Auswärtsfahrten nach Hamburg und so weiter berücksichtigt, bleibt nicht mehr viel Zeit neben der Arbeit und dem Studium“, sagt Nike Michler, die auch Kapitän der Mannschaft ist. „Glücklicherweise bekommen wir ein Auto vom Verein gestellt. Auch wenn es manchmal nicht einfach ist, alles zu organisieren, nehmen wir das fürs Hockey gerne in Kauf.“

So wichtig der Sport auch ist – die Spielergebnisse der Wochenenden haben nur geringe Auswirkungen auf den WG-Alltag. „Natürlich bespricht man manchmal Einzelheiten oder freut sich einfach gemeinsam“, sagt  Julia Krueger. „Aber wenn es mal nicht so gut gelaufen ist, bleibt das alles auf dem Platz.“

Der enge Zeitplan sorgt dafür, dass an verschiedenen Stellen, oft in der Freizeit, Abstriche gemacht werden müssen. Typische WG Abende sind da eher rar. „Wenn wir dann aber alle mal Zeit haben, machen wir ganz gerne kleine Koch- oder Cocktailwettbewerbe, wo natürlich knallhart bewertet wird. Man muss aber neidlos anerkennen, dass Nike durch ihr Studium wohl am besten kocht“, gesteht Johanna Schneider. Dafür werden gemeinsame Erlebnisse auch gerne mal auf dem Instagram Account der WG („chaosamchlodi“) geteilt und festgehalten.

Der CHTC ist besonders für Nike Michler und Johanna Schneider eine Herzensangelegenheit, da beide quasi dort groß geworden sind. Aber auch Isabel von Aschwege, die vom Nachbarverein CSV kam, und Julia Krueger sind bereits seit über zehn Jahren im Verein. „Wir haben lange Zeit auch Jugendteams trainiert und Sommercamps mitorganisiert. Es gibt einen großen Zusammenhalt, das macht den Verein auch so besonders“, unterstreicht Johanna Schneider.