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Leichtathletik Viel Ärger um den beliebten Martinscross

Leichtathletik · Krefeld ist um eine Laufveranstaltung reicher, allerdings auf Kosten eines Streits beim CSV Marathon.

 Dieses Bild ist Geschichte: Hans Göbels (Mitte) wird wie hier bei der Siegerehrung im vergangenen November beim Martinscross des CSV nicht mehr in Erscheinung treten. Gleiches gilt für Mitorganisator Rolf Weißert (re.).

Dieses Bild ist Geschichte: Hans Göbels (Mitte) wird wie hier bei der Siegerehrung im vergangenen November beim Martinscross des CSV nicht mehr in Erscheinung treten. Gleiches gilt für Mitorganisator Rolf Weißert (re.).

Foto: TL

Hans Göbels, der in den vergangenen 15 Jahren gemeinsam mit Bäckermeister Rolf Weißert den traditionsreichen und beliebten Martinscross des CSV um den Wanderpokal der Rheinischen Post auf der Edelstahl-Kampfbahn organisierte und ausrichtete, ist aus dem Verein ausgetreten und wird als Neumitglied des VfL Forstwald am 3. Oktober am Bellenweg den 1. Krefelder Herbstcross veranstalten.

Unterstützt wird er dabei weiter von Weißert, der allerdings nach wie vor als Leichtathletik-Trainer der CSV-Senioren dem Verein angehört. Der Martinscross bleibt der Seidenstadt trotzdem erhalten. Die 41. Auflage findet am Sonntag, 11. November an gewohnter Stelle statt.

Es muss schon eine Menge vorgefallen sein. Denn Hans Goebels gehörte über 30 Jahre lang dem CSV an. Seit zwei Jahrzehnten schlüpfte der heute 73-Jährige bei jedem Martinscross in das Kostüm des berühmten Heiligen. "Zu meinem Austritt werde ich öffentlich keine Stellung abgeben", erklärte Göbels gestern.

Bereits nach dem 40. Martinscross am 6. November 2011 soll aus organisatorischen Gründen ein heftiger Streit innerhalb der Abteilung entstanden sein. Das bestätigte gestern Edeltraud Boeck, die seit 1970 die Leichtathletik-Abteilung des CSV leitet und gemeinsam mit ihrem Mann Reinhard die ersten 20 Martinscross-Läufe ausrichtete. Als es dann bei der Abteilungs-Versammlung Ende März auch aus finanziellen Gründen Unstimmigkeiten und Ärger gab, trat Göbels laut Boeck einen Tag später aus dem CSV aus. Sehr "entsetzt" war die Abteilungsleiterin dann einen Monat später, als sie zufällig erfuhr, dass der VfL Forstwald am 4. November auf der CSV-Anlage den Martinscross ausrichten wollte. "Ich will jetzt keinen großen Wirbel machen, aber das war schon ziemlich unverschämt", sagte Boeck gestern. Die 76-Jährige wird jetzt selber wieder beim CSV die Organisation für den 41. Martinscross übernehmen: "Das wird zwar schwer, aber ich baue auf meine alten Weggefährten. Wir werden Helfer genug bekommen. Auch die Sponsoren sind uns treu geblieben." Die Ausschreibung für den Martinscross ist bereits im Internet auf der Homepage des CSV zu finden.

Derweil freut sich Martinscross-Urgestein Göbels auf seine neue Herausforderung im Forstwald: "Auch wenn der 3. Oktober ein Feiertag ist, rechne ich mit vielen Teilnehmern." Die Ausschreibung für den Herbstcross soll in Kürze auf der Homepage des VfL Forstwald erscheinen.

(RP)
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