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Fußball: VfR-Pleite gegen Uedesheim

Fußball : VfR-Pleite gegen Uedesheim

Erste Fischelner Heimniederlage seit dem Amtsantritt von Trainer Josef Cherfi durch kollektives Versagen in der ersten Halbzeit. Kevin Sonneveld fehlte wegen Mittelhandbruch. Und es kam noch dicker: Kevin Breuer fällt nach Zweikampf drei Monate mit Jochbein- und Kieferbruch aus.

Die Enttäuschung stand den Verantwortlichen des VfR Fischeln ins Gesicht geschrieben. Denn im Aufsteiger-Duell zog die Elf von Trainer Josef Cherfi gegen den SV Uedesheim mit 1:2 (1:2) unplanmäßig den Kürzeren. Damit ließen die Krefelder fahrlässig drei mögliche Zähler liegen, die in der Endabrechnung fehlen könnten. Dazu erreicht den VfR nach dem Spiel noch eine Hiobsbotschaft.

Nach einem Zweikampf mit Adnan Hotic (sah die Gelbe Karte/44.) musste Kevin Breuer verletzt ins Krankenhaus. Jochbein- und Kieferbruch hieß die niederschmetternde Diagnose. Der feiner Techniker fehlen wird heute operiert und wird drei Monate ausfallen.

Vor der Partie musste bereits Kevin Sonneveld (Mittelhandbruch) passen. Kein Wunder, dass Cherfi richtig bedient war: "Das war sicher unser schlechtestes Saisonspiel. Vielleicht lag es an der Einstellung, obwohl ich mehrfach gewarnt hatte. Aber darüber werden wir noch reden. Sicher wiegen die beiden Verletzungen aber schwerer, als das Ergebnis."

Das traf insbesondere auf die ersten 30 Minuten zu, in denen der VfR kollektiv versagte und dem Gegner in die Karten spielte. Uedesheim machte das Abwehrzentrum dicht, was reichte, weil das Flügelspiel des VfR nicht existierte. Nach vorne ging gradlinig mit direktem Passpiel die Post ab.

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Und weil der VfR sich Patzer in der Abwehr leistete, war der frühe 0:2-Rückstand durch Lukasz Koziatek (6./16.) die logische Folge. Sogar ein höheres Ergebnis wäre möglich gewesen. So aber kam der VfR durch eine von Kevin Breuer verwandelten Handelfmeter auf 1:2 heran (32.) und die Partie schien wieder völlig offen. Allzu viel verbesserte sich bis zur Pause am VfR-Spiel aber nicht.

Das änderte sich erst ab der zweiten Halbzeit, in der die Gäste nur noch gelegentlich nach vorne spielten und der VfR vor allem in der Anfangsphase zu zahlreichen Chancen kam. Doch Moritz Steiners Schuss wurde geblockt (50.), Stephan Hellers Flachschuss auf der Linie geklärt (52.) und Michael Killichs Gewaltschuss parierte Keeper Dustin Gottlebe (58.).

Dazu gab es weitere Chancen, die aber nicht zwingend genug waren, wobei sich der VfR in vielen Szene nicht zielstrebig genug zeigte oder sich verzettelte. Steiner hatte noch eine weitere dicke Chance, schoss aber über den Kasten (69.). Gottlebe hielt schließlich den Sieg fest, als er in der Schlussoffensive der Hausherren gegen Semih Ergin klasse reagierte. Der "Sechser" war über das gesamte Spiel gesehen noch einer der wenigen Lichtblicke im VfR-Dress. SVU-Coach Ingmar Putz zog hinterher recht treffend folgendes Fazit: "Wir haben die drei Punkte über die Zeit gekämpft."

(RP)