VfR Fischeln stürzt Cronenberger SC von der Spitze der Fußball-Landesliga

Fußball-Landesliga : Fischeln stürzt Cronenberg von der Spitze

Der Fußball-Landesligist VfR zeigt nach dem leblosen Derby-Auftritt eine gute Reaktion und dreht einen 1:2-Rückstand. In einer vogelwilden zweiten Halbzeit trifft Takuma Misumi in letzter Sekunde zum 3:2 gegen dezimierte Gäste.

Eine Woche nach dem leblosen Auftritt beim Derby in St. Tönis gelang dem VfR Fischeln eine bemerkenswerte Wiedergutmachung. In einer höchst unterhaltsamen Begegnung setzte sich die Elf von Trainer Fabian Wiegers durch einen Last-Minute-Treffer von Takuma Misumi mit 3:2 (1:2) gegen den Cronenberger SC durch und stürzten diesen von der Tabellenspitze. Dass seine Mannschaft nicht nur einen Rückstand drehte, sondern bis zuletzt um den Sieg kämpfte, freute Wiegers wenige Tage vor dem Spiel beim TSV Meerbusch 2: „Das war ein super Reaktion. Ich hoffe, dass bringt uns einen Schub für das Derby.“

Anfänglich sah es für den VfR nach einem Debakel aus. Die äußerst effektiven Gäste nutzten gnadenlos zwei Fehler zur frühen Führung. Zunächst traf der agile Kabiru Mohammed (2.) und wenig später Ercan Aydogmus (15.). Der 39-Jährige Routinier erhöhte damit sein Trefferkonto auf 36 Saisontore. Fischeln spielte in der Folge ordentlich mit, reichte aber an das passgenaue, druckvolle Spiel der Gäste nicht heran. Das änderte sich erst, als Kevin Breuer mehr aus der Tiefe kam und Stefan Linser dessen Part im Sturm übernahm. Der Anschlusstreffer wollte aber nicht gelingen, denn Gianni Wittenberg (39.) und Stefan Linser (41.) scheiterten an Keeper Damir Ivosevic. Das psychologisch wichtige 1:2 fiel letztlich durch ein Eigentor. Nach eier Breuer-Flanke köpfte Niklas Burghard ins eigene Netz (42.).

Der VfR bestimmte zunächst auch den Beginn der zweiten Halbzeit, wobei die Gäste erstaunlich passiv begannen und ihre Linie nicht mehr fanden. Breuer gelang per Elfmeter der Ausgleich, nachdem Philipp Wiegers zuerst den Pfosten traf und beim Nachschuss von Pierre Boudeing von den Beinen geholt wurde. Boudeing sah dafür die Rote Karte (57.). Das 2:2 war der Startschuss für eine vogelwilde Auseinandersetzung. Beide Mannschaften wirkten phasenweise völlig ungeordnet, gaben das Mittelfeld auf und suchten die mögliche Entscheidung. Für die gut 100 Zuschauer ein Spektakel mit offenem Visier, für Wiegers aber nur das Grauen: „So etwas muss ich nur einmal in der Saison erleben. Mir war klar, dass noch ein Tor fällt. Ich wusste nur nicht wo. Letztlich war das Glück auf unserer Seite.“ Aber nicht nur Glück, sondern auch Können. Denn VfR-Schlussmann Simon Gerdts verhinderte mit zwei starken Paraden gegen Mohammed (74./75.) eine mögliche Niederlage. Ausgangspunkt für das 3:2 war Breuer. Dessen Rückpass hämmerte Misumi in der Nachspielzeit aus wenigen Metern unter die Latte. Das war`s, denn der gute Schiedsrichter Thorsten Schwerdtfeger pfiff unmittelbar danach ab.

Fischeln: Gerdts - Görres, Welky, Wiegers, Baum - Pappas, Zitzen - Linser (84. Werth-Jelitto), Norf (58. Misumi), Wittenberg (62. Reichardt) - Breuer.

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