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VfR Fischeln: Schlösser tritt von der Bühne ab

Jahresrückblick 2019 : Schlösser tritt von der Bühne ab

Der „Mister VfR“ lenkte 22 Jahre die Geschicke des Fischelner Landesligisten.

Das abgelaufene Jahr stand beim VfR Fischeln im Zeichen des Umbruchs. Emotionaler Höhepunkt war die Jahreshauptversammlung im März, als Thomas Schlösser nach 22 Jahren hingebungsvoller Tätigkeit unter Tränen den Vorsitz in die Hände von Ralf Boortz weiter reichte. Nicht nur diese Ära ging zu Ende. Auch Trainer Josef Cherfi, unter dem der VfR in siebeneinhalb Jahren seine erfolgreichste Zeit erlebte, verabschiedete sich von der Kölner Straße. Die sportlichen Geschicke lagen zu diesem Zeitpunkt schon bei seinem designierten Nachfolger, der die Grün-Weißen gerne wieder nach oben gebracht hätte. Doch für Fabian Wiegers erwies sich der Rest der Saison 2018/19 als schwieriges und zähes Unterfangen. Die neue Vereinsführung wollte einen neuen Weg einschlagen und viele Spieler sahen ihre Zukunft nicht mehr beim VfR. Auch das wirkte sich auf die Leistung des Kaders aus, der vom Papier her anderen Ansprüchen gerecht geworden wäre. Phasenweise musste der Blick sogar nach unten gerichtet werden. Am Ende steht aber ein versöhnlicher 7. Tabellenplatz.

Vom Kader blieb für die laufende Saison so gut wie nichts übrig. Trainer Kalli Himmelmann, der auf den nach Süchteln abgewanderten Wiegers folgte, stand vor einer Mammutaufgabe. Es galt in möglichst kurzer Zeit einen völlig neu formierten Kader mit überwiegend ligaunerfahrenen und jungen Akteuren zu einer konkurrenzfähigen Einheit zu formen. Von Beginn an war damit klar, dass im Krefelder Süden mit dem ersten Spieltag der Abstiegskampf beginnen würde. Die Hoffnungen ruhten dabei auf David Machnik, einem der wenigen verbliebenen und erfahrenen Kräfte. Aber auch der 29-Jährige konnte nicht verhindern, dass seine Mannschaft jede Menge Lehrgeld zahlen musste. Entscheidenden individuellen Fehlern und mangelnder Konstanz standen aber auch gute spielerische Auftritte gegenüber. Zweifellos Himmelmanns Verdienst, der mit seinem Team „über dem Strich“ übberwintert. Das lässt für den weiteren Saisonverlauf hoffen. Genauso wie unerwartete Leistungsexplosionen. Dafür exemplarisch steht Daniel Friesen.