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VfR Fischeln: „Man hat gesehen was möglich ist“

Fußball-Landesliga : „Man hat gesehen was möglich ist“

Fischelns Trainer Kalli Himmelmann zeigt sich trotz Höhen und Tiefen mit der letzten Saison zufrieden. Der Nachwuchs aber auch ältere Akteure legten unter der Regie des Coaches noch einmal zu.

Mit dem Testspiel gegen Regionalligist SV Straelen endete für den Fußball-Landesligisten VfR Fischeln eine Saison die von Höhen und Tiefen geprägt war. Vor allem personell drückte des Öfteren der Schuh. Verletzungen und coronabedingte Ausfälle zwangen Trainer Kalli Himmelmann häufiger zu improvisieren als ihm lieb war. Zwangsweise lag die Verantwortung an manchen Spieltagen auf den Schultern von A-Jugendlichen und Spielern aus unteren Mannschaften, die aber das in sie gesetzte Vertrauen mit guten Leistungen zurückzahlten und somit ihren Beitrag zum anvisierten Klassenerhalt leisteten. Das war zu Saisonbeginn auch das klare Ziel, auch wenn von Beginn an klar war, dass es bei vier Absteigern unter 14 Mannschaften kein Zuckerschlecken werden würde.

Die vereinsinternen Kräfte zu bündeln war sicher ein Schlüssel, sich vorzeitig eine weitere Saison in der Landesliga zu sichern. Das Vorhaben geriet rückblickend eigentlich nur in der Hinrunde ernsthaft in Gefahr, als die Krefelder im Derby in Tönisberg eine unterirdische Leistung ablieferten und ein möglicherweise nachhaltiges Abrutschen in den Tabellenkeller drohte. Himmelmann und Teammanager Ralf Rusbült reagierten zum richtigen Zeitpunkt und der VfR bekam wieder die Kurve. Massiver wurden die personellen Sorgen im laufenden Jahr. Sogar Torhüter Simon Sell fand sich notgedrungen auf dem Feld wieder und es drohte erneut ein Negativtrend. „In dieser Phase hat man aber gespürt und gesehen, dass die Mannschaft enger zusammen rückt“, blickt Himmelmann zurück, der zweifelsohne einen großen Anteil daran hat, dass sich die Mannschaft trotz aller Widrigkeiten taktisch und spielersich weiter entwickelte. Dafür steht exemplarisch die Erfolgsgeschichte im Niederrhein-Pokal. Durch überzeugende Siege über die Oberligisten VfB Hilden und Union Nettetal sorgte der VfR für Furore und scheiterte vor einer Geisterkulisse erst am späteren Drittliga-Aufsteiger und Traditionsklub Rot-Weiß Essen. Was er aus der Mannschaft heraus kitzeln konnte, freut Himmelmann: „Man hat gesehen, was für uns in der Liga möglich ist“.

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Daran wird der ehemalige Mittelfeldstratege auch in der kommenden Saison arbeiten. Der Kader, der in der letzten Saison auch Etat-bedingt aus seiner Sicht zu klein ausfiel, wird wachsen. Vor allem durch den Zuwachs aus der eigenen A-Jugend. Dass Himmelmann eine gute Hand und ein geschultes Auge für talentierte Spieler hat, dafür steht Luca Tim Jerz, der zweifelsohne in einigen Dingen noch dazu lernen muss, sich aber als 19-Jähriger Youngster als zuverlässiger und umsichtiger Innenverteidiger etablierte. Aber auch ältere Akteure legten unter Himmelmann noch einmal zu. Almir Arapovic entwickelte sich zum unverzichtbaren Führungsspieler und Bonko Smoljanovic ebenso.