VfR Fischeln: Der Fußball-Landesligist ist im Derby bei Teutonia St. Tönis krasser Außenseiter

Derby in der Fußball-Landesliga : Himmelmann bereiten die Ausfälle Kopfzerbrechen

Fußball-Landesligist VfR Fischeln ist aber nicht nur deshalb krasser Außenseiter im Derby bei Teutonia St. Tönis.

Nach einem perfekten Start in der der Fußball-Landesliga mit drei Siegen hing DJK Teutonia St. Tönis in den folgenden drei Partien ohne ersichtlichen Grund ziemlich durch. Da wurde nur ein Punkt geholt – und der im Heimspiel gegen Abstiegskandidat und Angstgegner Holzheimer SG. Von Krisenstimmung und dem frühen Verfehlen des Saisonziels wurde da schon bei der Konkurrenz frohlockt. Aber weit gefehlt: aus den fünf folgenden Spielen sprangen stattliche 13 Zähler heraus – darunter vergangene Woche der Erfolg auf der ungeliebten Asche in Scherpenberg.

Keine Frage: Trainer Bekim Kastrati hat vor dem Derby gegen den VfR Fischeln alles im Griff. Auch die Tatsache, dass die personellen Alternativen nach der späten Verpflichtung der vier Spieler aus Nettetal groß sind, ist eine wichtige Komponente. Gegen den Nachbarn Fischeln, gegen den es in der vergangenen Saison bei der Konstellation Landesligaaufsteiger gegen Oberligaabsteiger zwei Erfolge gab (4:1 und 3:2), werden die gesperrten Burhan Sahin und Mike Falcone am Sonntag (15 Uhr) fehlen. Abzuwarten bleibt, wie bei Rene Jansen die Blessur der Vorwoche abgeklungen ist. Toni Weis, Darius Strode und Haci Sefa Arslan, die zuletzt nicht dabei waren, sind wieder im Training. Auch Innenverteidiger Iannis Alexiou ist natürlich ein Thema. Der Routinier, der bisher eine starke Saison spielte, pausierte vergangene Woche, weil ein Aschenplatz absolut nicht sein Ding ist.

Von klarer Favoritenrolle oder ähnlichem, was nur eine normale Einschätzung ist, will bei der Teutonia gegen das Schlusslicht aber keiner was hören. Kevin Breuer, der sieben Jahre für den VfR spielte und im Sommer die Seiten gewechselt hat, sagt: „Wir fokussieren uns, wie gegen jeden anderen Gegner, nur auf das Spiel. Wohlwissend, dass Derbys immer ihre eigenen Gesetze haben. Aber nach 13 von 15 geholten Punkten in den vergangenen Wochen wollen wir nachlegen. Es zählt nur ein Sieg.“

Rechtzeitig zum Nachbarschaftsduell hat der VfR Fischeln eine Duftmarke gesetzt. Ein 5:3 gegen Kapellen/Erft ist schon eine Hausnummer, die Selbstvertrauen und Mut für die anstehenden schweren Aufgaben geben sollte. Von Torflaute war da keine Spur. Bei Niklas Geraets und Robin Fuhrmann platzte der Knoten. So kann es natürlich weitergehen. Wohlwissend, dass nicht alle gegnerischen Defensivabteilungen so löchrig daherkommen werden, wie die um die früheren Fischelner Timo Welky und Christos Pappas.

Den Rückenwind von vor acht Tagen natürlich einkalkulierend meint VfR-Trainer Karl-Heinz Himmelmann, der vor seiner Zeit in Tönisberg über sieben Jahre, mit drei Aufstiegen, bei der Teutonia das Sagen hatte: „Auch wenn es sich etwas abgedroschen anhört, haben solche Auseinandersetzungen oft nicht das Ende, wie erwartet. Darauf hoffe ich auch, wobei wir weiter Punkte holen müssen, egal gegen wen. Es ist natürlich etwas besonderes, an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückzukehren, wo man so lange gearbeitet hat. Ich kenne dort viele Leute und noch Spieler.“

Obwohl der VfR-Kader groß ist, tun die vielen Ausfälle weh. David Machnik ist gesperrt und Melih Karakas mit einem Bänderriss schon lange außer Gefecht. Dazu gesellen sich seit längerem Phillip Grund, Bonko Smoljanovic und Milad Baneshi. Neu dazu gekommen sind seit kurzem Mario Knops und Jannick Geraets. Auch wenn der ein oder andere davon wieder ins Training eingestiegen ist (Grund/Yilmaz), sind sie für Sonntag kaum ein Thema.

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