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VfR FIscheln: Der ehemalige Vorsitzende Thomas Schlösser ist jetzt Privatier

Fussball : „Seit dem 1. März bin ich Privatier“

Der ehemalige Vorsitzende des VfR Fischeln über Erinnerungen, den Neujahrsempfang, sein Engagement.

Seit gut einem Jahr ist Thomas Schlösser, einer der letzten Macher im Krefelder Sport, nicht mehr Vorsitzender des VfR Fischeln. Der 57-Jährige, in kürze 50 Jahre Mitglied, hat den Verein immer als sein Kind bezeichnet und stets betont, dass so ein Amt kein Selbstläufer ist. 22 Jahre führte er die Grün-Weißen. Zwar von vielen Mitarbeitern auch unterstützt, aber letztendlich immer der alleiniger Entscheider.

Wie geht es Ihnen ohne Amt und Fußball?

Schlösser Bestens.

Hin und wieder sah man Sie noch auf dem Sportplatz. Bleibt das so?

Schlösser Dann, wenn ich glaube, dass die Sehnsucht nach frischer Luft und sportlicher Betätigung gegeben ist, suche ich mir die Spiele aus, die mir interessant erscheinen.

Wann haben Sie mal den Vorsitz übernommen?

Schlösser 1997 von meinem Vater Wilhelm-Jakob.

Hatten Sie vorher schon in anderer Funktion gearbeitet?

Schlösser Ja und zwar als Obmann, Platzkassierer, Vorsitzender des Vergnügungsausschusses und Berater des Vorstandes.

Haben Sie auch aktiv gespielt?

Schlösser Bis zur Jugend, danach Tischtennis und später wieder Fußball bei den Altherren.

Als Sie 1. Vorsitzender wurden, wer war da Trainer?

Schlösser Ralf Boortz, mein aktueller Nachfolger als 1. Vorsitzender.

Mit Josef Cherfi haben sie lange zusammen gearbeitet. War das die schönste Zeit?

Schlösser Ja schon. Aber auch die Jahre davor mit Dieter Hussmanns bleiben bestens in meiner Erinnerung.

Uwe Weidenmann, der Hussmanns-Nachfolger, hatte bei Ihnen den Beinamen General. Warum?

Schlösser Seine klaren und deutlichen Ansprachen, und das in einem nie leisen Ton, haben mir imponiert.

Sie haben bei Ihrem Dienstantritt vor vielen Jahren einmal gesagt, dass, wenn die Mitgliederzahl die 1.000 überschritten hat, sie wieder aufhören. Wie waren bzw. sind die aktuellen Zahlen?

Schlösser Als ich anfing, waren es so um die 620. Als ich aufhörte, waren es fast 1.100.

Wie sehen Sie die Situation des Vereins?

Schlösser Ich würde festhalten, dass das neue Team die Geschicke des VfR gut übernommen hat. Allerdings auch bei erheblich kleineren Ansprüchen.

Und in sportlicher Hinsicht?

Schlösser Da bestehen doch berechtigte Hoffnungen, dass Erste und Zweite die Klasse halten können und die A-Junioren sogar ohne Relegation drin bleiben.

Der Neujahrsempfang, den Sie immer selbst ausrichteten und den ein oder anderen Euro in die Kasse spülten, haben Sie wieder selbst übernommen. Warum?

Schlösser Ja klar. Die neuen Macher haben mich deswegen angesprochen und da war ich natürlich zur Stelle.

Sie waren trotz aller Belastungen, sportlich und beruflich, immer eine reisefreudiger Zeitgenosse. Wie sieht das aktuell aus?

Schlösser Ich war kürzlich auf einem Schiff, was ich ja am Liebsten mache, in Mittelamerika unterwegs. Ich bin zeitlich mittlerweile auch fast nicht mehr eingeschränkt, weil ich seit dem 1. März Privatier bin. Ein Jahr stehe ich meiner Firma noch als Berater zur Verfügung, und danach ist ganz Feierabend.

Was waren in Ihrer Amtszeit die besonderen Highlights?

Schlösser Am 9. September 2009 vor 7.504 Zuschauern das Spiel in der Grotenburg, mit Einnahmeteilung, gegen den KFC Uerdingen, das 1:1 endete. Ein Jahr vorher die Einweihung unseres Kunstrasenplatzes mit dem Spiel gegen die Weisweiler Traditions-Mannschaft und 18 Monate danach die Einweihung unseres Clubhauses.