VfR Fischeln bricht nach der Pause ein

Fussball-Landesliga : VfR Fischeln bricht nach der Pause ein

Fußball-Landesligist VfR unterliegt in Odenkirchen 4:6. Teutonia schlägt sich gut, geht beim 1:4 in Cronenberg ebenfalls leer aus.

Als der VfR Fischeln am Freitagabend bei der Spvg. Odenkirchen antrat kamen schöne Erinnerungen auf. Auf den Tag genau zehn Jahre war es her, dass die Grün-Weißen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Niederrheinliga (heutige Oberliga) aufstiegen. Am vorletzten Spieltag am 17. Mai 2009 reichte der Mannschaft um den damaligen Trainer Dieter Hußmanns ein 2:2 bei TuSpo Richrath zur Meisterschaft. Der am meisten gefeierte Spieler hieß Ömer Uzbay. Der Torjäger machte mit einem Doppelpack einen 0:2-Pausenrückstand wett.

Grund zum Feiern gab es für das aktuelle Team nicht. Zweimal lag der VfR beim vom Abstieg bedrohten Gastgeber vorne, kassierte aber am Ende eine 4:6 (3:2)-Schlappe. Trainer Fabian Wiegers war maßlos enttäuscht. Daran änderte auch nichts, dass er mit einer Rumpftruppe antreten musste: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Aber was wir in der zweiten Hälfte gegen einen schwachen Gegner gezeigt haben war katastrophal und desolat. Da kann ich nur ganz schlecht mit leben. Schade, dass die Saison so zu Ende geht“. Odenkirchens frühe Führung (8.) egalisierte Robert Norf (13.) und Takuma Misumi brachte die überlegenen Krefelder kurz darauf erstmals in Führung (15.). Den späteren Ausgleich zum 2:2 (33.) beantwortete Christos Pappas mit einem verwandelten Foulelfmeter zur 3:2-Halbzeitführung. Mit dem Wiederanpfiff begann ein unerklärlicher Leistungsabfall. Begünstigt durch krasse individuelle Fehler zogen die Hausherren auf 5:3 davon (50./57./64.). Misumi verkürzte kurz vor dem Abpfiff mit seinem 19. Saisontor und auch der Ausgleich war noch möglich, doch in der Nachspielzeit machte Odenkirchen den Deckel drauf.

Nahezu abgeschlossen ist der Kaderplanung beim VfR. Mit Melih Karakas und Niclas Hoppe gaben zwei Wunschkandidaten ihre Zusage. Dazu kommen Daniel Becker, Nikolai Raicevic (beide DSC 99), Ibrahim Kanat (SC Kapellen) und Milad Baneshi (MSV Düsseldorf) an die Kölner Straße. Von Union Krefeld stößt noch der erfahrene Serkan Yilmaz dazu.

Auch Teutonia St. Tönis ging am drittletzten Spieltag leer aus. Die Elf von Trainer Bekim Kastrati bot dabei dem Tabellenzweiten Cronenberger SC lange die Stirn, unterlag aber am Ende mit 1:4 (1:0).

Vor allem in der ersten Halbzeit hielt der Aufsteiger die Partie beim favorisierten Gastgeber offen. Beide Mannschaften verbuchten auch zwei hochkarätige Möglichkeiten, nutzen diese aber nicht. Cronenberg vergab sogar durch Davide Leikauf einen von Daniel Hitzschke verursachten Elfmeter, den der lange St. Töniser Keeper parierte (23.). Wenige Minuten vor der Pause zogen die Gäste in Front. Nach einem Konter passte Burhan Sahin quer und Brian Drubel hatte keine Mühe zu vollstrecken (40.). Kurz nach dem Seitenwechsel gelang den Hausherren der Ausgleich (48.) und waren in der Folge am Drücker. Die Kastrati-Elf verlegte sich zwangsweise auf Konter, befreite sich aber allmählich wieder vom Druck. Drubel hätte die Teutonen erneut in Führung schießen müssen, wurde aber zunächst geblockt und scheiterte anschließend am SC-Schlussmann Davor Ivosevic. Ein Fehlpass von Adnan Aoudou leitete schließlich die Niederlage ein. Nach dem 1:2 (77.) legte der Aufstiegskandidat noch zwei Treffer nach (81./90.). „Bis zur 80. Minute war es ein ausgelichenes Spiel“, sagte Teutonias Fußball-Chef Markus Hagedorn, „am Ende ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen“.

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