Verena Würz geht für den CHTC in der zweiten Hockey-Bundesliga auf Torejagd

Hockey : Würz – Medizinerin mit Torgarantie

Die CHTC-Stürmerin war treffsicherste Schützin in der Hockey-Regionalliga.

Als im Juli 2014 Schwarz-Weiß Neuss mitteilte, dass das Damenteam mit sofortiger Wirkung aus der Feldhockeybundesliga zurückgezogen wird, erwies sich dies als ein echter Glücksfall für den Crefelder HTC. Bewirkte es doch, dass eine Stürmerin namens Verena Würz an die Vreed wechselte. Vier Jahre und zahlreiche Tore später ist eben diese Spielerin aus der Damenmannschaft des CHTC nicht mehr wegzudenken. Die 24-jährige, die ihre Hockeykarriere beim Club Raffelberg begann, wurde bereits zweimal als beste Torschützin der Regionalliga ausgezeichnet. Auch in der vergangenen Saison war sie mit 17 Toren treffsicherste Spielerin der Liga und maßgeblich am Erfolg ihrer Mannschaft beteiligt. Aufgrund einer Bandscheibenverletzung fehlte sie in der Schlussphase der Saison und griff erst im letzten Spiel wieder ein. Dass diese emotionale und sportliche Achterbahnfahrt im Endspurt der abgelaufenen Saison mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ihr Happyend fand, stellte für die Studentin das Highlight ihrer CHTC-Zeit dar.

„Wir hatten einen großen Vorsprung, doch am Ende wurde es noch einmal eng. Dass im Endscheidungsspiel trotz meiner Verletzungspause ein so großes Vertrauen in mich gesetzt wurde, hat mir enorm viel bedeutet und verleiht diesem Erfolg eine ganz besondere Bedeutung.“, erinnert sich die in Düsseldorf wohnende Stürmerin. Eine ähnliche und doch nicht vergleichbare Erfahrung hatte sie im Jugendbereich beim Club Raffelberg. Als A-Mädchen schoss sie ihre Mannschaft 2008 durch einen Treffer kurz vor Spielende zum deutschen Meistertitel. Neben ihr stürmte damals unter anderem Alica Wahl, auf die sie in der neuen Saison gegen den Club Raffelberg trifft. Nach ihrer Zeit in Raffelberg schloss sich Verena Würz Schwarz-Weiß Neuss an und spielte dort in der Bundesliga. Ihre Torjägerqualitäten blieben auch dem DHB nicht verborgen, sodass sie zeitweise für die deutsche U18 auflief.

Neben dem Platz absolviert sie, nicht untypisch für ihre Sportart, ein Medizinstudium an der Uni Duisburg-Essen. Dies mit dem Sport zu verbinden gestaltet sich nicht immer einfach, da der Schichtdienst in den Praxisphasen zeitlich schon einmal mit dem ein oder anderen Hockeyspiel kollidiert. Dennoch ist ein Leben ohne Hockey für sie derzeit nur schwer vorstellbar: „Wenn ich von weiteren Verletzungen verschont bleibe, würde ich gerne noch ein paar Jahre spielen und dies auf jeden Fall beim CHTC. Der Verein bietet ein tolles Umfeld auf und neben dem Platz, sodass ich mir einen Wechsel hier im Westen nicht vorstellen kann.“ Ein wichtiger Teil dieses Umfelds ist auch Coach Sebastian Folkers, den die Spielführerin sehr schätzt. Auch Co-Trainerin Anja Wellen betont „Verena ist ein wichtiger Bestandteil des Teams und ist auch ein Vorbild für unsere jüngeren Spielerinnen.“.

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