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Lokalsport: Vereine beschließen eine neue Aufstiegsregelung

Lokalsport : Vereine beschließen eine neue Aufstiegsregelung

Im Clubhaus des SC Bayer Uerdingen, der in diesem Jahr sein 110-jähriges Bestehen feiert, trafen sich die Vereins-Vertreter des Fußballkreises Kempen-Krefeld zur Arbeitstagung. Bis auf den SC Schiefbahn und Paschaspor Krefeld waren alle Vereine vertreten. "Eine so große Beteiligung an dieser Pflichtveranstaltung hatten wir noch nie", sagte Hubert Hinrichs, der Vorsitzende des Kreisfußballausschusses.

Der Kreis-Vorsitzende Willi Wittmann bedankte sich bei Hubert Hinrichs und seinen Ausschussmitarbeitern Friedhelm Schroers und Jürgen Hendricks für die geleistete Arbeit in der Saison 2014/2015. Vom Fußballverband Niederrhein war Reinhold Dohmen vom Verbandsfußballausschuss zu Gast. Dohmen unterrichtete die Vereine darüber, dass man in den Ligen ab der Bezirksliga aufwärts in den nächsten fünf Jahren eine Ligenstärke von 18 Vereinen anstrebt. Danach stellte er die neue Anstoßzeiten-Regelung des Verbandes vor. Ab dieser Spielzeit kann der jeweilige Heimverein mit einem Vorlauf von 28 Tagen die Anstoßzeit ohne Zustimmung des Gegners von Freitag 19.30 Uhr bis Sonntag 15 Uhr (Samstag aber möglichst nicht vor 16 Uhr) festsetzen. Nach kurzer Diskussion sprachen sich die Vereinsmitarbeiter dafür aus, diese Regelung auch im Kreis zu übernehmen.

Wie bei den Profis ist es jetzt auch in allen Amateurklassen eine Vorgabe des DFB, dass die Mannschaften unter Anführung des Schiedsrichters zu den Meisterschaftsspielen auf dem Platz einlaufen, sich quer zur Mittellinie aufstellen und sich dann per Handschlag begrüßen. Für die Ersatzspieler und den Trainern gilt das Gleiche, aber dann am Spielfeldrand. "Das ist halt ein Modetrend, gehört aber zur DFB- Willkommensstruktur, und man hofft, dass sich die Anzahl der Platzverweise dadurch reduziert", sagte Dohmen. Auch nach dem Spiel sollen sich noch mal alle Spieler und der Schiedsrichter am Mittelkreis zur Verabschiedung versammeln. Sollte es aber im Spiel Ärger gegeben haben, kann der Schiedsrichter auf dieses Prozedere verzichten.

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Ab dem heutigen Montag bis zum Freitag, 14. August findet auf allen Sportanlagen eine sogenannte Platzabnahme durch die Mitarbeiter des Fußballkreises statt. Neben dem Platzwart muss auch ein Vereinsmitarbeiter anwesend sein. Geprüft wird besonders auch die Kippsicherheit von Jugendtoren und der vorhandene PC mit Zugang zum DFBnet. Die Vereine wurden über die Termine per elektronischem Postfach informiert.

Der Kreisgeschäftsführer und Kreisschiedsrichterobmann Werner Gatz informierte über das Schiedsrichterwesen und sagte, dass in Kürze auch wieder ein neuer Schiedsrichterlehrgang beginnt (die RP berichtete in der Ausgabe vom 1.8.) und merkte an, dass die Schiedsrichter angewiesen sind darauf zu achten, dass bei allen Spielen ein Ordnungsdienst anwesend ist. Die entsprechenden Ordnerwesten hat jeder Verein bereits im Januar bekommen. Zum Abschluss der Tagung stellte Hubert Hinrichs dann noch eine mögliche Erhöhung der Ligenstärke im Kreis von jetzt 16 Mannschaften auf 18 Teams vor, was einen vermehrten Aufstieg am Ende der Spielzeit 2015/2016 in die Kreisliga A und in die Kreisliga B zur Folge hat. Bevor darüber abgestimmt wurde, sagte Hinrichs: "Wenn wir die Ligen auf 18 Mannschaften erhöhen, haben wir vier Spieltage mehr und werden dann auch einige Spiele an Wochentagen ansetzen müssen." Bevor es zur Abstimmung kam, wurde ausführlich diskutiert. Eine deutliche Mehrheit der Vereine sprach sich für die Erhöhung der Staffeln auf 18 Mannschaften aus, was nun zu einem erhöhten Aufstieg aus der Kreisliga B und C führt.

(RP)