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Lokalsport: Ungleiches Lokalderby am Uerdinger Rundweg

Lokalsport : Ungleiches Lokalderby am Uerdinger Rundweg

Fußball: VfL Willich und SC Schiefbahn schon heute im Einsatz, aber für beide Vereine die Saison ist gelaufen.

Damit war nicht zu rechnen, denn bereits drei Spieltage vor Saisonende haben der VfL Willich und der SC Schiefbahn das rettende Ufer erreicht. Bei sechs Absteigern verdient das wirklich ein Kompliment. Vor allen Dingen die Rückrunde der Willicher sucht Seinesgleichen, wogegen es in Schiefbahn schon etwas holpriger zuging. Aber unter dem Strich ist alles im Soll und nur das zählt. Bereits heute Abend steht für beide der 30. Spieltag auf dem Terminkalender.

Die Glasmacher-Auswahl fährt dabei nach Hinsbeck, und die Brandts-Schützlinge erwarten im Duell der Aufsteiger den starken SV Scherpenberg. Der reist mit dem Ex-Uerdinger Meik Kuta an, der vergangenen Sonntag zwei Tore schoss. Auch der frühere Willicher bzw. Uerdinger Wojciech Ludwig steht in Reihen der Scherpenberger, für die er zuletzt sogar drei Treffer erzielte. Dagegen saß der ehemalige Tönisbeger Naldo Franke nur auf der Bank und Deniz Yilmaz ist schon seit Längerem kein Thema mehr. Bei Hinsbeck spricht alles dafür, dass nach der Partie gegen Willich das Thema Bezirksliga ad acta gelegt werden muss. Bei neun Zählern Rückstand auf Dilkrath könnte selbst ein Sieg, wovon allerdings kaum auszugehen ist, nicht reichen, weil die Fortuna beim Absteiger SV Veert sich kaum die Butter vom Brot nehmen lassen wird.

Kaum zu glauben, aber wahr: Der schon länger als Meister feststehende VfB Uerdingen ist schon seit drei Begegnungen ohne Sieg. Das wird sich am Samstag, selbst wenn alle negativen Dinge zusammen kommen würden, mit großer Wahrscheinlichkeit ändern, denn das abgeschlagene Schlusslicht aus Linn gastiert am Rundweg. Alte Herrlichkeit, wo bist du geblieben wird sich sich so mancher Fußballinteressierter fragen. Früher war dieses Nachbarschaftsduell kaum an Spannung und Brisanz zu überbieten. Und heute sind die Entwicklung und Ansprüche mittlerweile so weit auseinander gedriftet, dass von Derbycharakter herzlich wenig übrig geblieben ist, was in erster Linie natürlich am Niedergang der Linner liegt.

(RP)