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TV Oppum punktet abseits des Spielfelds

Handball-Oberliga : TV Oppum punktet abseits des Spielfelds

Spitzenreiter Bergischer HC II war für die Grün-Weißen in der Handball-Oberliga zu stark. Die Gastgeber mussten sich mit 27:32 geschlagen geben. Derweil sorgte Adler Königshof für eine Überraschung beim TV Geistenbeck.

Adler Königshof hat seine positive Serie auch beim starken TV Geistenbeck fortgesetzt und beim Tabellenvierten mit 26:25 (15:11) gewonnen. Der TV Oppum musste sich einen Tag später dem Bergischer HC II zu Hause mit 27:32 (12:15) geschlagen geben. Doch im Lager der Oppumer ärgerte man sich, denn gegen den Tabellenführer war mehr möglich.

„Wir waren heute in der Deckung nicht so giftig und gallig wie in den anderen Spielen“, befand Frederick Küsters, der beim TV Oppum nicht nur als Spielmacher auf dem Feld agiert, sondern auch den Posten des Geschäftsführers innehat. „Gegen den BHC II war heute definitiv mehr drin. Wir ärgern uns schon, dass es uns nicht gelungen ist, gegen eine solche Mannschaft zu punkten.“ Vor allem die individuelle Klasse der Gäste machte den Unterschied. Der ehemalige Bundesligaspieler Kristian Nippes erzielte viele einfache Tore oder setzte in entscheidenden Situationen den Kreisläufer brillant ein. Der Linkshänder erzielte insgesamt neun der 32 Treffer für den BHC II. Am Ende musste sich der TV Oppum mit 27:32 im letzten Spiel des Jahres geschlagen geben.

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Küsters begann beim TV Jahn Bockum mit dem Handballsport und wechselte später zum TV Oppum, wo er ab der C-Jugend seine weitere Jugendzeit absolvierte. Der TVO wurde zu seinem Heimatverein – auch als er später dann beim TV Kapellen, dem HSV Rheydt und der Turnerschaft Lürrip spielte, blieb die Verbundenheit bestehen. Und er blieb auch Coach im Jugendbereich; mit der männlichen A-Jugend gelang ihm die Qualifikation zur Nordrheinliga. „Das war sicherlich ein absolutes Highlight als Jugendtrainer“, erinnert sich Küsters.

Seit nunmehr sieben Jahren ist der heute 33-Jährige auch als Spieler zurück in Oppum. In der dritten Saison ist er zudem auch Geschäftsführer. „Ich arbeite sehr eng mit dem Vorstand zusammen. Der vorherige Vorstand um Harry Hecker und Uwe Lohmann haben diesen Weg damals geebnet und davor schon dafür gesorgt, dass der TV Oppum stabilisiert und ins ruhige Fahrwasser geführt wurde“, berichtet Küsters, der sich auch darüber freut, dass nun die Verträge zwischen der DJK Germania und dem TV Oppum frisch unterschrieben sind und die Fusion der beiden Oppumer Vereine zum 1. Januar beschlossene Sache ist. Damit ist der „TV DJK Krefeld-Oppum 1894/1922“ mit über 600 Mitgliedern bestens aufgestellt.

„Auch wenn viele Spiele im Moment aufgrund von Corona abgesagt werden und die Tabelle krumm und schief ist, bin ich natürlich froh, dass wir einen Spielbetrieb fortführen können, denn finanziell und personell könnte es sonst für den einen oder anderen Verein extrem schwierig werden“, weiß Küsters.

Adler Königshof gelang derweil ein nicht eingeplanter Auswärtssieg beim TV Geistenbeck. Der Mannschaft von Marius Timofte gelang ein Start nach Maß: Keeper Florian Lindenau nagelte das Tor in der Anfangsphase zu, wehrte unter anderem zwei Siebenmeter ab und hatte maßgeblichen Anteil an der 6:0-Führung nach acht Minuten. „Gerade die ersten Minuten und dann in der Schlussphase haben wir die Grundlagen für den Sieg gelegt. Florian Lindenau hat der Deckung vor allem in diesen Phasen Sicherheit gegeben, Tim Schumacher war in Deckung und Angriff sehr gut“, gab Timofte zu Protokoll. Auch wenn das Spiel zehn Minuten vor dem Spielende zugunsten der Gastgeber zu kippen drohte, der TVG führte mit 20:19, behielten die Adler einen kühlen Kopf und zogen erneut mit 25:23 und 26:24 davon. „Das waren zwei Bonuspunkte, die nicht eingeplant waren“, freute sich Timofte.