TV Oppum: Derbyfieber vor dem Duell mit Adler Königshof steigt

Handball-Oberliga : Oppum und Adler im Derbyfieber

Am Samstag um 18 Uhr steigt das Duell in Oppum. Die Hausherren setzen auf ihre Bestbesetzung, die Gäste haben Sorgen.

Derbyfieber in der Handball-Oberliga! Am Samstag um 18 Uhr kommt es in Oppum zum großen Aufeinandertreffen zwischen TV Oppum und Adlern Königshof. Bereits im Vorfeld hält das Spiel die Verantwortlichen in Atem. „Natürlich ist es etwas ganz Besonderes. Viele Spieler haben schon bei beiden Vereinen gespielt. Von uns waren Jungs wie Patrick Dönni, Fabian Bednarzik oder Jochen Schellekens bereits bei den Adlern. Sebastian Bartmann beispielsweise, der heute dort spielt, war vor zwei Jahren noch bei uns“, sagt TVO-Trainer Ljubomir Cutura. Sein Widerpart Marius Timofte sieht es etwas weniger emotional, betont aber dennoch den Derbycharakter.

„In einem solchen Spiel gibt es keinen Favoriten. In einem Derby kann immer alles passieren. Wir müssen vorbereitet sein und konzentriert spielen. Oppum ist nach schwierigem Start gut drauf und sicher ein gefährlicher Gegner“, sagt der Rumäne.

Personell ist die Lage bei den Gastgebern etwas besser, als bei den Adlern. „Florian Lindenau ist krank. Felix Koch und Michael Caspers sind diese Woche beruflich verhindert, am Samstag aber wohl dabei, und bei Elias Eiker gibt es noch nichts Neues“, sagt Timofte. Eiker hat diese Woche noch einmal einen Termin bei einem Spezialisten, dann hoffen die Verwantwortlichen, dass sowohl die Verletzung eindeutig bestimmt ist, als auch Behandlungsmethoden gefunden werden.

Die Grün-Weißen hingegen können bis auf ihre Langzeitverletzten möglichlicherweise in der besten Aufstellung ins Rennen gehen. „Aktuell sind alle Jungs fit geworden. Ich denke, wir können in sehr guter Besetzung ins Spiel gehen“, sagt Cutura, der vor allem vor dem großen Mittelblock der Adler und vor Kreisläufer Bartmann warnt. „Was er kann, das wissen wir noch sehr gut“, befindet der TVO-Trainer, der auch den Termin bedauert. „Dass fast zeitgleich die HSG ein Spiel in der zweiten Liga hat, ist sicher unglücklich. Das dürfte einige Zuschauer kosten. Da haben einige Leute nicht aufgepasst“, sagt Cutura. Timofte glaubt nicht, dass dies viel ausmacht. „Solche Spiele ziehen immer viele Zuschauer. Einige werden sicher zur HSG gehen, aber ich glaube, wir werden trotzdem eine gute Kulisse haben“, sagt er.

Der Gästetrainer erwartet ein enges Spiel. „Es wird sicher intensiv und hart, zumindest hart umkämpft, werden. Beide Teams wollen unbedingt gewinnen und das bringt einen ganz besonderen Reiz mit. Ich denke, die Teams sind auf Augenhöhe“, sagt er. Dabei wird er sein Team nicht auf besondere Spieler einstellen. „Sie haben einige gute Jungs, die an einem guten Tag ihre Tore machen. Aber ich denke, es gibt nicht den einen Spieler, der jedes Mal trifft, wenn er will“, sagt er. Vielmehr erwartet er einen mannschaftlich geschlossenen und kampfstarken Gegner.

Cutura setzt vor allem auf Effektivität. „Wir dürfen Torwart Florian Lindenau nicht warm werfen. Dann wird es schwer. Wir müssen unsere Chancen Konsequent nutzen“, gibt er als Marschroute aus.