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Turnerschaft St. Tönis siegt trotz zweier roter Karten

Handball-Verbandsliga : Turnerschaft St. Tönis siegt trotz zweier roter Karten

Beim 34:29 über den TV Kapellen mussten Niklas Nelsen und Kai Wingert in der Endphase das Spiel vorzeitig verlassen.

In der Handball-Verbandsliga ist der kleine Höhenflug der Turnerschaft Grefrath nach zuletzt zwei Siegen in Folge im Kampf um den Abstieg zunächst einmal gestoppt worden. Im Lokalderby gegen Treudeutsch Lank unterlagen die Blau-Gelben vor heimischer Kulissen mit 19:23. Da der ärgste Konkurrent SV Neukirchen gegen das Tabellenschlusslicht HC TV Rhede gewann ist die Turnerschaft wieder einen Platz herunter gerutscht, der als Vorletzter am Ende der Saison den Abstieg bedeuten würde. „Wir haben uns im Prinzip selber von der Erfolgswelle wieder herunter geholt“, kommentierte Grefraths Trainer Marcus Anstötz. Was er damit ansprach war vor allem die Zeit bis zur 40. Minute nach dem Seitenwechsel. Bis dahin war es ein Spiel mit offenen Visier und entsprechend offenem Ausgang. Während Lank mehrere erfolgreiche Tempogegenstöße fuhr und sich innerhalb weniger Minuten auf 17:11 absetzte, haderten die Grefrather Spieler entweder am gegnerischen Torwart Toni Leygraf oder es wurde schlicht und einfach nur das Metall getroffen, was bei Gereon Heesen in seinen Aktionen mehrmals der Fall war. Hinzu kam noch das Handicap, dass Robert Heesen aufgrund einer Fingerverletzung den Ball zwar fangen, aber nicht richtig werfen konnte und so als torgefährliche Alternative zu Stefan Trienekens ausblieb. Trienekens blieb zwar mit sieben Treffern erfolgreichster Grefrather Werfer, blieb aber bei seinen vielen ausgelassenen Torchancen weit unter seinen Möglichkeiten.

Besser lief es da beim Lokalrivalen Turnerschaft St. Tönis, der beim 34:29 über den TV Kapellen die Endphase des Spiels aufgrund zweier Roten Karten gegen Niklas Nelsen und Kai Wingert nicht nur in Unterzahl, sondern auch mit weniger Spielern beenden musste. Das es ein doppelter Punktgewinn werden würde, danach sah es für St. Tönis Trainer Zoran Cutura in der ersten Halbzeit nicht unbedingt nach aus. „Wir haben mit einer aggressiven 6:0-Deckung begonnen und erst mal geschaut was daraus wird. Kapellen ist nämlich von der Struktur und Spielweise ähnlich wie wir veranlagt“, sagte Cutura, dem dann aber 16 Gegentore nach 30 Minuten doch zu viel waren. Nach dem Seitenwechsel wurde bei St. Tönis disziplinierter gespielt und einfache Ballverluste bei der zweiten Welle verhindert. Auch aus dem Rückraum wurde fortan besser getroffen, mit Florian Steffens agierte bei Turnerschaft auch ein Kreisspieler, der den Unterschied ausmachte. Nachdem Kapellen nochmals auf 22:20 heran kam nutzte Cutura seine zweite Auszeit, um wieder Ruhe rein zu bringen. Fünf Minuten vor dem Ende zog er nochmals die grüne Karte, da das Spiel hektischer wurde