Turnerschaft St. Tönis setzt auf die eigene Jugend

Handball-Verbandsliga : Turnerschaft St. Tönis setzt auf die eigene Jugend

Der Handball-Verbandsligist verzichtet auf Neuzugänge aus anderen Vereinen. Auch bei der Turnerschaft Grefrath ist der Kader zusammen geblieben.

Wenn am Wochenende die Handball-Verbandsliga startet, dann sind sich Zoran Cutura (Turnerschaft St. Tönis), Michael Küsters (TS Grefrath) und Bodo Leckelt (Adler Königshof II) allesamt einig, dass es eine schwerere Saison wird als den der abgelaufenen Spielzeit.

„Die Liga ist stärker geworden als letztes Jahr. Neben den Absteigern aus der Oberliga sind von unten auch noch starke Aufsteiger hinzu gekommen“, sagt Cutura, der nicht daran glaubt, dass er mit seiner Mannschaft den vierten Platz wiederholen kann. Da in St. Tönis keine Neuzugänge hinzu gekommen sind, wird im Verein verstärkt auf die eigenen Nachwuchskräfte gesetzt. „Wir haben acht bis neun Leute, die Verbandsliga-Format haben, bei den anderen wird sich im Laufe des Jahres zeigen, ob sie das Zeug dazu haben“, ist die Aussage des St. Töniser Übungsleiter, der die kämpferische Einstellung seiner Schützlinge in den Vordergrund stellt. „Wenn alle gesund bleiben, dann ist ein Platz zwischen fünf und acht machbar“, gibt Cutura als Saisonziel aus.

Auch bei der Turnerschaft Grefrath ist der Kader weitgehend zusammen geblieben. Allerdings hat sich Max Schindler aus der ersten verabschiedet und verstärkt künftig die Reservemannschaft. Im Gegenzug ist Markus Anstötz wieder hoch gerückt und soll künftig die Mittelposition verstärken. Mit Jan Göller (Tschft. Lürrip) wurde ein neuer Torwart geholt, der aus der A-Jugend von Lobberich kommende Vincent Winkels hatte in der Vorsaison dort schon etwas Luft geschnuppert. Einziges Sorgenkind im Spielerbereich ist Tobias Oversberg, der nach einem Kreuzbandriss noch etwas Zeit zur Genesung braucht. Doch damit nicht genug, denn für den Grefrather Trainer Michael Küsters lief die Vorbereitung nicht gerade ideal: „Ich hatte nicht einmal die Mannschaft komplett beisammen. Urlaube, Spieler im Studium oder Ausbildung, sowie verletzte Spieler haben dazu beigetragen, dass wir keine neue Konzepte einstudieren konnten.“ entsprechend sieht Küsters eine Saison auf sich zukommen, in der von Spiel zu Spiel gedacht werden muss. Im Falle von Heimspielen ohne Harz, auswärts dann mit dem Klebestoff. Auf ähnliche Voraussetzungen darf sich wohl Bodo Leckelt als Trainer von Adler Königshof II einstellen. „Es war in den letzten Wochen sehr schwierig“, sagt Leckelt zum Thema Harzverbot in Krefelder Hallen unterhalb der Regionalliga. Für ihn gehört der Harz im Handball dazu. Durch das Harz-Verbot kam eine neue Situation auf ihn und seine Mannschaft zu, denn das Technik- und Wurftraining muss vom Ablauf her ganz anders gestaltet werden. Doch wie auch auf dem Spielfeld zeigt sich die Königshofer Reserve kämpferisch: „Wir sind das kleine gallische Dorf und wollen es den Großen zeigen.“ Und der Kampf soll wenn möglich im oberen Drittel enden.

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