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Turnerschaft ST. Tönis: Rebekka Rücker ist zurück in der Halle

Handball : Rebekka Rücker ist zurück in der Halle

Die Spielmacherin der weiblichen Handball-B-Jugend der Turnerschaft St. Tönis kämpft um die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Am Samstag ist der HC Frankfurt in der Corneliusfeldhalle zu Gast.

Endlich wieder Handball! Endlich wieder Hallentraining statt Onlinetraining! Die 16-jährige Rebekka Rücker spielt mit der weiblichen B-Jugend der Turnerschaft St. Tönis um die Deutsche Meisterschaft. Die Freude über den Re-Start des Trainingsbetriebes ist riesengroß, die Vorfreude auf das erste Pflichtspiel seit mehr als sieben Monaten ebenso. 

Am Samstag (16 Uhr, Sporthalle Corneliusfeld) trifft die weibliche B-Jugend im Kampf um die Deutsche Meisterschaft auf den Frankfurter HC, der sich am Samstag durch einen 23:21-Erfolg gegen den TSV Nord Harrislee qualifizierte. In vier Gruppen a vier Mannschaften werden die vier Teilnehmer für das am 12./13. Juni stattfindende Final-Four ermittelt. Sollte die Turnerschaft die Partie am Samstag für sich entscheiden, würde man einen Tag später bei Borussia Dortmund oder den TV Hannover-Badenstedt um den Einzug in die Endrunde spielen. 

„Natürlich haben wir uns riesig darüber gefreut, dass wir zum einen an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen können. Aber auch, dass wir endlich wieder in die Halle dürfen, um dort dem normalen Training nachzugehen. Natürlich waren wir überrascht wie schnell das nun alles ging“, berichtet Rebekka Rücker. Seit vergangener Woche darf die weibliche B-Jugend nun offiziell wieder in der Sporthalle Corneliusfeld trainieren. Zuvor konnte man nur einmal beim rheinland-pfälzischen TV Engers ein Training und ein Testspiel absolvieren, da man anders als in Nordrhein-Westfalen dort trainieren durfte. 

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„Für uns ist nun wichtig, dass wir alle verletzungsfrei bleiben. Natürlich möchten wir die Partie am Samstag auch erfolgreich bestreiten, um mindestens ein weiteres Spiel absolvieren zu können. Hauptsache ist aber, dass wir gemeinsam wieder Spaß haben und es nun endlich wieder los geht“, sagt die Spielmacherin. 

Mit dem Handballsport begann Rebekka Rücker in ihrem Heimatverein Turnerschaft Grefrath im Alter von 6 Jahren. Dort spielte sie bis zur C-Jugend. Zahlreiche Vereine wurden auf die talentierte Spielmacherin aufmerksam, Daria Kommender, Trainerin der weiblichen B-Jugend der Turnerschaft, gelang es, sie von einem Zweitspielrecht zu überzeugen. „Ich wollte einfach leistungsbezogener trainieren und spielen“, begründet Rücker ihre Entscheidung. So lief sie in der Spielzeit 2019/2020 sowohl für Grefrath als auch St. Tönis auf. Während sie mit ihrem Heimatverein die Kreismeisterschaft gewann, wurde sie mit St. Tönis auf Anhieb Nordrheinmeister. Eigentlich hatte man sich damit für die Westdeutsche Meisterschaft qualifiziert, doch diese fiel der Corona-Pandemie zum Opfer.

In der Saison 2020/2021, ihrem ersten B-Jugend-Jahr, wechselte Rücker dann komplett nach St. Tönis. Ihre Stärken sieht Rebekka Rücker vor allem im Spielverständnis und im 1:1. „In der Deckung kann ich sicherlich noch zulegen“, sagt die 16-Jährige. Ihre Trainerin findet nur positive Worte für ihre Spielmacherin. „Rebekka ist immer zu 100 Prozent motiviert und reißt die anderen Mädels mit. Man kann sich immer auf sie verlassen“, gibt Daria Komander zu Protokoll. 

Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Auswahl des Westdeutschen Handballverbandes (WHV) seit der DHB-Sichtung konnte Rücker auch während der Pandemie beim Stützpunkttraining in Aldekerk einige Trainingseinheiten absolvieren. Zudem konnte sie auch an der Liebfrauenschule Mühlhausen in Grefrath zeitweise dem Handballsport nachgehen. 

In der kommenden Saison soll Rebekka Rücker dann nicht nur in der Nordrheinliga mit der weiblichen B-Jugend spielen, sondern auch mit einem Fokus bei der A-Jugend spielen. Zusätzlich soll sie auch die Gelegenheit bekommen, im Seniorenbereich im Nordrheinliga-Team der Turnerschaft mit zu trainieren. „Mein Traum wäre es wirklich, mit der A-Jugend in der Jugend-Bundesliga zu spielen. Ich hoffe, dass es uns erneut gelingt, uns für die höchste Spielklasse zu qualifizieren.“