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Fußball: Türkischer Jubel in der Grotenburg

Fußball : Türkischer Jubel in der Grotenburg

Blau und Rot sind die Farben, die in der Krefelder Grotenburg normalerweise ziemlich hoch im Kurs stehen. Es sind die Vereinsfarben vom KFC Uerdingen, der dort sein Domizil hat.

Gestern waren die Uerdinger als Ausrichter der Partie des türkischen Vizemeisters Trabzonspor gegen den belgischen Zweitligisten Sporting Charleroi nur am Rande beteiligt am Spielgeschehen auf dem Rasen, die Farben Blau und Rot waren aber trotzdem Trumpf: weil es eben auch die Farben Tranzonspors sind.

Dass das türkische Team, zu dessen Kader seit diesem Sommer auch der ehemalige Bundesliga-Profi Halil Altintop gehört, überhaupt zum zweiten Mal binnen zwei Wochen in der Grotenburg angetreten war, hatte in den Sternen gestanden. Denn ursprünglich war als Gegner der griechische Erstligist PAOK Saloniki vorgesehen gewesen.

PAOK hatte in der vergangenen Woche gegen Fortuna Düsseldorf gespielt, und weil dort zum einen mehrere Bengalos gezündet wurden und zum anderen sich Fans in Internet-Foren gegenseitig aufgefordert hatten, ohne Frauen und Kinder nach Krefeld zu kommen, um die "dritte Halbzeit" auf Parkplätzen oder dergleichen auszutragen, hatte die Stadt Krefeld auf dringendes Anraten der Polizei die Austragung des Spiels Mitte der vergangenen Woche untersagt. Charleroi war daraufhin kurzfristig als Ersatz eingesprungen. "Schade, dass das Spiel nicht hat stattfinden dürfen", sagte KFC-Vorsitzender Lakis - auch, weil der Grieche selbst ein Fan von PAOK Saloniki ist.

Die Partie, die 2853 Zuschauer in der Krefelder Grotenburg verfolgten und die live im Internet übertragen wurde, endete nach Toren von Cakir und Djinic mit 1:1 (1:1).

(RP)