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TSV Bockum hinkt seinen Ansprüchen hinterher

Fußball-Kreisliga A : Der TSV Bockum hinkt seinen Ansprüchen hinterher

Personelle Probleme und Disziplinlosigkeit sind seit Saisonbeginn zwei Faktoren für das bisherige Abschneiden. Trainer Tino Reuscher bemängelt von Woche zu Woche die Leistungs-Schwankungen.

Im Aufstiegskampf der Fußball-Kreisliga A haben sich alle Favoriten in vorderster Linie in Stellung gebracht. Zur allgemeinen Überraschung fehlt aber ein Club, nämlich der TSV Bockum. Er rangiert nach der jüngsten Niederlage bei den bis dahin noch sieglosen Schaagern nur auf Rang neun. Der Abstand zu den Plätzen ganz oben beträgt schon neun bzw. zehn Punkte, plus der erheblich schlechteren Tordifferenz. 

Daran kann auch nichts ändern, dass schon gegen vier sogenannte Meisterschaftsaspiranten gespielt wurde und gegen Teutonia II (2:1) und Strümp (0:0) respektable Ergebnisse erzielt wurden. Aber zwei Duelle gegen direkte Kontrahenten, die das gleiche Saisonziel verfolgen, gingen verloren (SV St. Tönis und VfB Uerdingen), dazu der Ausrutscher letzten Sonntag und ein 1:1 gegen den Hülser SV, der aber aktuell bestens performt und mit 49 erzielten Toren der Ligakrösus ist, sind einfach zu mager, um vorne dran zu sein.

Aber was sind die Gründe für das unbefriedigende Abschneiden? „Wir brauchen uns nicht darüber zu unterhalten, dass wir unserem Anspruch hinterherhinken. Das hat auch mit vielen Verletzungen zu tun. Aber nicht nur, weil wir immer eine Elf auf dem Platz hatten, wenn auch die Auswechselbank nicht so gut bestückt war, die jedem hätte

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Paroli bieten können. Aber die Schwankungen sind von Woche zu Woche zu groß, und in Schaag war auch eine Portion Arroganz dabei“, sagt Trainer Tino Reucher. Der musste zuletzt sogar, wie übrigens in Hinsbeck am 4. Oktober auch sein Cotrainer Andreas Vercoulen, die Schuhe wieder schnüren.  Aber irgendwie sind die Probleme natürlich auch hausgemacht, weil es an der nötigen Disziplin mangelt. Anders sind vier Rote Karten und zwei Gelb-Rote kaum zu erklären.

Mit einem 25er-Kader nahm das Team um Kapitän Maurice Kreutz die Saison in Angriff. Bei der Stärke musste deshalb der ein oder andere aussortiert werden, früh fiel dann der von Vorst zurückgekehrte Philip Sormierczik aus (Kreuzbandabriss), Joel Köhnen musste aus beruflichen Gründen passen, Sami Prädel und Jonas Eiker wegen ihres Studiums und auf Valerio Parvisi, dem langjährigen Landesligaspieler von Teutonia St. Tönis, verzichtet man nach einem internen Disput freiwillig. Sonntag im Heimspiel gegen TIV Nettetal, auf Platz 20 der Tabelle, gibt es für Reucher wieder Licht am Horizont, denn Routinier Christian Breuer und Timm Bernd Goss haben ihre Rotsperren abgebrummt. Auch Guiseppe Parvisi könnte nach seinem Unfall wieder ein Thema.