Trotz Ausfälle gab es bei der Turnerschaft St. Tönis eine gute Entwicklung

Handball-Verbandsliga : Handballer von St. Tönis mit guter Entwicklung

In Bestbesetzung wäre für das Team von Trainer Zoran Cutura in der Verbandsliga sogar mehr drin gewesen als Rang vier.

In den vergangenen Monaten wurde die Turnerschaft St. Tönis wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Mehrere dubiose Daumenverletzungen setzten zeitweilig fünf Leistungsträger außer Gefecht, hinzu kamen immer wieder Blessuren sowie der Verlust eines Schlüsselspielers gleich zu Saisonbeginn. Da sich die Mannschaft von Trainer Zoran Cutura im Endklassement der Verbandsliga trotz aller Widrigkeiten einen respektablen vierten Rang sicherte, drängt sich die Frage auf: Was wäre eigentlich in Bestbesetzung möglich gewesen? „Hätte Yannick Sinnecker nicht schon früh in der Hinrunde den Verein zwecks Studium verlassen und wäre unser Kapitän Matthias Löcher nicht einen Großteil der Rückrunde ausgefallen, wäre eine Platzierung in der Top-Drei nicht vollkommen utopisch gewesen. Aber wir wollen uns nicht beklagen. Wir haben die Ausfälle bravourös kompensiert und eine enorme Entwicklung gemacht“, ist der Übungsleiter stolz auf das Erreichte. Demnach verwundert es keinesfalls, dass es keine signifikanten Veränderungen im Kader geben wird. Der ergiebige Austausch mit der zweiten Mannschaft beschert der Turnerschaft ohnehin genügend personelle Alternativen.

Genau diesen Weg möchte auch die Turnerschaft Grefrath zukünftig vermehrt gehen. Das stabile Fundament um die Torjäger Gereon und Robert Heesen sowie Stefan Trienekens bleibt erhalten, lediglich Max Schindler zieht es nach jetzigem Stand in den Handball-Ruhestand. Junge hungrige Spieler aus der eigenen Jugend und der Zweiten sollen in der kommenden Saison integriert werden und für eine Auffrischung sorgen. Mit Vincent Winkels sammelte in der abgelaufenen Runde bereits eine Nachwuchskraft die ersten Meriten in der Verbandsliga. Das Resümee der Spielzeit fällt bei den Grefrathern nach Platz neun durchwachsen aus. Nach einer sehr ansprechenden Hinrunde samt Anschluss zur Spitzengruppe, brach die Turnerschaft in der zweiten Saisonhälfte zeitweise völlig ein und holte aus den letzten zehn Partien nur noch magere vier Zähler. „Stark angefangen, stark nachgelassen. So einfach lässt sich unsere Saison zusammenfassen. Unterm Strich hätte ich mir eine bessere Platzierung gewünscht. Ab September gilt es, wieder mit mehr Konsequenz aufzutreten und an unsere Auswärtsbilanz zu arbeiten“, fordert Trainer Michael Küsters.

Vor gewissen Leistungsschwankungen war die Reserve der Adler Königshof ebenfalls nicht gefeit. Partien, in denen die Adler ihre gesamte Stärke und Routine demonstrierten, wechselten sich mit durchschnittlichen Darbietungen ab. Im Großen und Ganzen gibt der abschließende sechste Rang jedoch recht treffend das Leistungsspektrum wieder. Jedenfalls, wenn man den reinen Zahlen glaubt. Die Adler schossen die fünftmeisten Treffer und kassierten die sechstwenigsten Tore. Dennoch sah Trainer Bodo Leckelt ein Hauptproblem in der Offensivausbeute: „Auch wenn es die insgesamt ordentliche Quote kaschiert, hat uns eine phasenweise mangelhafte Chancenverwertung den ein oder anderen Punkt gekostet.“ Hier fehlten auch die Abschlüsse von Simon Terhorst, der früh in der Saison mit einer schweren Verletzung ausschied. Dafür war der groß gewachsene Youngster David Termast die Entdeckung der Spielzeit im Mittelblock. Wie groß die Fluktuation im Kader sein wird, klärt sich in den kommenden Wochen.

Mehr von RP ONLINE