Trendwechsel beim Krefelder EV 1981

Eishockey: Trendwechsel beim KEV’81

Die Krefelder punkten beim Nachwuchs mit guten sportlichen Perspektiven.

Mit dem U20-Team des KEV’81 hat seit einer Woche auch das Flaggschiff des Nachwuchsvereins von der Westparkstraße wieder das Eistraining aufgenommen. Zwischen dem Ende der abgelaufenen Saison und dem Beginn des Spielzeit 2018/19 gab es nur eine 14-tägige Pause, nach der die erste Vorbereitungsphase mit dem Trockentraining begann.

Viel geändert hat sich bei der Mannschaft von Trainer Elmar Schmitz nicht, denn der Kader für die Deutsche Nachwuchsliga (DNL) ist nahezu komplett geblieben. Ein großer Umbruch ist bei nur vier Neuzugängen nicht erfolgt.

Allerdings ist zu beobachten, dass es bei den Schwarz-Gelben einen Trendwechsel gibt. War es früher schwer, talentierte Spieler im Verein zu halten, die den Verlockungen großer Vereine wie Mannheim oder Salzburg nachgaben, so freuen sich die Krefelder nun darüber, dass es starke Spieler gibt, die von sich aus anfragen, ob sie an der Westparkstraße spielen können.

Zum Beispiel Edwin Schitz, der eigentlich aus dem KEV-Nachwuchs stammt, aber vor zwei Jahren nach Salzburg wechselte. Der U18-Nationalspieler sah beim österreichischen Klub im sportlichen Bereich keine größere Zukunft. „Wenn der Edwin bei uns in Krefeld geblieben wäre, dann hätte der aufgrund der Verletztenmisere bei den Pinguinen schon vergangene Saison in der DEL gespielt“, sagt Schmitz.

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Ein weiteres großes Talent steht künftig beim KEV im Tor. In Jonas Natterer kommt ein Spieler vom Rekordmeister Jungadler Mannheim an den Niederrhein, wo er für sich die besseren Perspektiven sieht.

Dabei punktet der KEV nicht nur mit dem Team in der Deutschen Nachwuchsliga, sondern auch mit dem Kooperationspartner Herner EV in der Oberliga und ganz oben letztlich mit den Krefeld Pinguine. „Wir können unsere Jungs je nach Leistungsstärke entweder in der DNL, Oberliga oder DEL einsetzen. Bei uns im Verein wird Erfolg nicht definiert, indem Meisterschaften oder gute Platzierungen geholt werden, sondern indem wir es schaffen, gute Spieler an den Profibereich heranzuführen“, erklärt Schmitz die Vereinsphilosophie.

Was auf der einen Seite förderlich ist, erweist sich auf der anderen Seite allerdings auch als ein kleines Problem. So geht Schmitz davon aus, dass sein Kader selten in Bestbesetzung während der Meisterschaft antreten wird. Entsprechend achtet er von Beginn an auf dem Eis darauf, dass es flexible Zusammenstellungen bei den Reihen gibt und jeder Spieler mit jedem Spieler zurechtkommt. Erste Erkenntnisse wird es am Wochenende geben, denn da stehen die Testspiele beim Nachwuchs des Kölner EC (Samstag, 16.30 Uhr) und der Düsseldorfer EG (Sonntag, 11 Uhr) an.