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Titelkämpfe mal Trostpflaster, mal Saisonhöhepunkt

Leichtathletik : Titelkämpfe mal Trostpflaster, mal Saisonhöhepunkt

Acht Athleten des SC Bayer 05 Uerdingen fahren zu den Deutschen Jugendmeisterschaften nach Rostock. Die Chancen, dass viele von ihnen die Endkämpfe erreichen, sind sehr gut – allen voran für Anna Keyserlingk und Tesse Srumf.

Mit acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern reist der SC Bayer 05 Uerdingen am Donnerstag zu den Deutschen Jugendmeisterschaften U20 und U18 der Leichtathletik nach Rostock, wo von Freitag bis Sonntag die nationalen Titelkämpfe stattfinden. Schaut man sich die Positionen der Uerdinger in den Meldelisten an, ist die Qualität so gut wie lange nicht mehr. In sieben von neun gemeldeten Disziplinen sind Platzierungen unter den ersten Acht zu verzeichnen, was jeweils ein deutliches Indiz für Endkampf- bzw. Endlaufchancen ist.

Ganz oben auf der Liste steht Anna Keyserlingk im Dreisprung der U20. Nach nicht ganz zufriedenstellender Europameisterschaft sind die nationalen Titelkämpfe für die 17-Jährige der letzte große Wettkampf der Saison. Der Deutsche Leichtathletikverband entschloss sich nämlich aus Pandemie bedingten Sicherheitsgründen, die für Mitte August angesetzte U20-Weltmeisterschaft in Nairobi (Kenia) nicht zu besuchen. Mit der Berlinerin Anna Michelle Kudla hat Keyserlingk allerdings eine nicht zu unterschätzende Konkurrentin.

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Auch für die 400-Meter-Läuferin Tessa Srumf lief die EM in Tallinn nicht wie erhofft. Sie bekam keinen Einsatz in der 4 x 400 Meter Staffel und dürfte darauf brennen, in Rostock als Fünfte der Meldeliste in der U20 endlich zeigen zu können, was sie drauf hat. In Maya Semsch hat Srumf eine Teamkameradin an ihrer Seite, für die das Erreichen des Endlaufes ein hohes Ziel ist.

Eine Medaillenhoffnung ist auch Nele Frisch im Hammerwurf der U18. Wenn es dem Schützling von Trainer Helmut Penert gelingt, ihre technische Schwäche im Griff zu behalten und ihre weiten Würfe innerhalb des Sektors landen zu lassen, ist vieles möglich.

Auch Trainer Udo Krumm hofft auf eine vordere Platzierung seines Schützlings Hannah Odendahl über 800 Meter bei der U18: „Zunächst gilt es aber, den Vorlauf zu überstehen. Wie oft auf den Mittelstrecken sind die Vorläufe taktisch geprägt. Da muss Hannah immer sehr aufmerksam sein.“ 

Sprinterin Lynn Gramse hat gleich zwei Eisen im Feuer. Sowohl über 100 als auch über 200 Meter hat sie Endlaufchancen. Am Samstag startet sie zunächst auf der längeren Sprintstrecke. Trainer Peter Quasten meint: „Lynn hat in diesem Jahr eine sehr gute Entwicklung gezeigt. Jetzt kann sie sich dafür belohnen.“
Gleiches gilt für Felix Weidenhaupt über 400 Meter Hürden (U18), der als Einziger aus dem Jahrgang 2005 im Vorderfeld dieser Disziplin zu finden ist.

Knapp mit der Endkampfplatzierung unter den besten Acht dagegen wird es für Weitspringerin Sophie Fluthgraf, die nach einigen Wehwehchen im Vorfeld zunächst froh über die Qualifikation sein durfte. Im Vorkampf entscheiden die Tagesform und wahrscheinlich nur wenige Zentimeter über Wohl und Wehe.