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Teutonias Trainer Josef Cherfi ärgert verweigerter Elfer

Fußball-Oberliga : Teutonias Trainer Josef Cherfi ärgert verweigerter Elfer

Das ist eine bittere Niederlage. Teutonia St. Tönis unterliegt TuRU Düsseldorf im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga mit 0:1. Nur ein Elfmeter hätte den ansonsten viel zu harmlosen Gastgebern helfen können.

Für Teutonia St. Tönis endete das Jahr mit einer weiteren Niederlage. Der Oberligist unterlag Zuhause TuRU Düsseldorf mit 0:1 (0:0) und verpasste die Chance, sich vor der Winterpause etwas mehr Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Weil auch die Gäste um jeden Punkt verlegen waren, gingen beide Mannschaften kein Risiko ein und waren primär darauf bedacht, das eigene Tor zu sichern. Von der Taktik geprägt entwickelte sich eine zähe Partie, die die Zuschauer bei Schmuddelwetter nicht erwärmte. Deutlich wurde aber auch, dass beiderseits die spielerischen Mittel fehlten, um auch nur für einen Hauch von Gefahr zu sorgen. Das wurde auf St. Töniser Seite noch deutlicher als bei den Gästen, bei denen über den technisch beschlagenen Shunta Onishi zumindest ab und an Ansätze zu sehen waren, sich irgendwie in eine gefährliche Situation zu mogeln. Dass es in der ersten Halbzeit nur einen Eckball gab, sagt viel über deren unspektakulären Verlauf aus.

„Dass wir aus dem Spiel heraus keine einzige Torchance kreiert haben, beängstigt mich“, legte Trainer Josef Cherfi nach dem Spiel den Finger in die Wunde, die derzeit die größte Baustelle ist. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang es nicht, die Gäste auch nur ansatzweise in Verlegenheit zu bringen. TuRU reichte es, in dieser Phase das eigene Tor zu sichern, stellte die eigenen Offensivbemühungen weitestgehend ein und wartete ab. „Wer hier ein Tor schießt, der gewinnt das Spiel“, prophezeite Bekim Kastrati noch in der Halbzeit. Der Ex-Coach behielt bekanntermaßen Recht. In einer Begegnung, in der eigentlich alles für eine Nullnummer sprach, leitete ein Ballverlust in Tornähe die neunte St. Töniser Niederlage ein. TuRU kombinierte sich durch den Sechzehner und Tim Klefisch ließ Felix Burdzik mit einem Flachschuss keine Abwehrchance (64.). Teutonia bäumte sich auf, klare Torchancen ergaben sich aber nicht. Mit einer vielleicht entscheidenden Ausnahme, als Samed Yesil elfmeterwürdig gelegt wurde (70.). Dass der Pfiff von Schiedsrichter Sven Heinrichs ausblieb, verstand Cherfi nicht: „Diesen Elfer müssen wir kriegen.“

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Was fehlt, ist ein Denker und Lenker mit Qualität. Einer wie Kevin Breuer in Topform. Doch der 30-Jährige tritt wohl aus beruflichen und privaten Gründen kürzer. „Es kann sein, dass er erst mal nicht zur Verfügung steht“, lässt Cherfi durchblicken. Hinzu kommt, dass Burhan Sahin nach der Pause noch für drei Pflichtspiele gesperrt sein wird. Der Verein will auf die sportliche Lage reagieren. Auch aus Leistungsgründen. Markus Hagedorn, Abteilungsleiter Fußball: „Wir schauen, was personell möglich ist. Von einem bis zu drei Spielern werden wir uns wohl trennen. Und es werden neue Spieler kommen.“

Teutonia: Burdzik - Stiels, Withofs, Alexiou, Baum - Regnery (86. Genda), Neustädter (71. Siepmann) - Esposito (59. Seki), Dohmen, Dollen - Bajraktari (62. Yesil).