Lokalsport: Teutonia steigt mit Torwart Kockel auf

Lokalsport : Teutonia steigt mit Torwart Kockel auf

Fußball-Bezirksliga 4: Durch einen hart erkämpften 3:2-Erfolg beim Absteiger SC Waldniel macht Teutonia St. Tönis den Aufstieg in die Landesliga perfekt. Willich bezog eine herbe Klatsche und muss gegen Aldekerk in die Abstiegsrelegation.

Waldniel - DJK Teutonia St. Tönis 2:3 (1:2). Drei Tore nach den ersten vier Minuten! Turbulenter konnte es für den Tabellenführer, bei den seit langem abgestiegenen Schwalmstädtern kaum zugehen. Vom Anpfiff weg kam das Spielgerät auf die linke Seite, Brian Drubel setzte sich durch, passte in die Mitte und Routinier Jochen Höfler war nach 24 Sekunden zur Stelle. Kaum aber war der Jubel verklungen, genau gesagt 63 Sekunden, da stand es schon 1:1.

Was war passiert? Nach einer Hereingabe vor den St. Töniser Kasten, zur allgemeinen Überraschung von Ronny Kockel gehütet - er spielt bei den Grün-Gelben noch in den Altherren, und der scheidende Trainer Thomas Kerwer hielt ihn für stärker, als seine drei Alternativen (und der scheidende Coach sollte Recht behalten) -, wollte dieser den Ball aufnehmen. Doch Valerio Parvisi grätschte dazwischen und plötzlich lag das Leder im eigenen Tor.

Aber auch danach dauerte es nicht lange, ehe die Gästeanhänger samt Mannschaft wieder obenauf waren. Burhan Sahin war gelegt worden, und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zur 2:1-Führung (8.). Danach beruhigte sich die Sache zusehens. Allerdings musste die Teutonia lange warten, ehe die Vorentscheidung gefallen schien. Pechvogel Parvisi legte auf, und Sahin verwandelte. Es war Treffer Nr. 53 des Goalgetters, der kurz danach von Schiedsrichter Marvin Justin Otto (GSV Moers) die rote Karte unter die Nase gehalten bekam (79.

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). Er hatte sich, wie auch zuvor Kevin Zülsdorf, zu heftig mit dem Unparteiischen angelegt, weil er bei zwei Toren aus Abseits entschieden hatte. Kaum war die St. Töniser Verärgerung abgeklungen, gab es Elfmeter für Waldniel und Julian Rode vollendete (85.). So musste bis zum Abpfiff - und es wurde gehörig nachgespielt - gezittert werden, ehe alle Dämme brachen. VfL Giesenkirchen - SSV Grefrath 3:2 (2:1). Obwohl Michael Funken seine Saisontore 30 und 31 für die Grefrather machte (33.

/68.), wurde die Partie in der Nachspielzeit noch verloren. Dafür sorgten beim VfL Michael Prigge (36./43.) und Maximilian Dirnberger (90.+2). VfL Willich - Holzheimer SG 1:9 (1:5). Weil die Hausherren ausgerechnet in dieser wichtigen Auseinandersetzung alle Tugenden vermissen ließen - es langte nur zum Ehrentreffer durch Benny Wirth zum zwischenzeitlichen 1:3 (36.) -, gab es diese deprimierende Klatsche. Maurice Girke (6.

/41. FE/83./85.), Yannick Joosten (6./14.). Simon Petri (43.) und Oliver Esser (58./76.) teilten sich den Treffersegen der Gäste. Mittwoch fahren die Willicher in der Abstiegsrelegation zum FC Aldekerk.

(RP)
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