Teutonia St. Tönis erwischt einen gebrauchten Tag

Fußball-Landesliga : Teutonia erwischt einen gebrauchten Tag

Fußball-Landesliga: St. Tönis kassiert beim SV Sonsbeck eine verdiente 0:3-Niederlage. Rot für Semih Zeriner.

Nach drei Auftaktsiegen endete für Teutonia St. Tönis der 4. Spieltag mit einer Bruchlandung. Die als Tabellenführer angereisten Gäste erwischten einen völlig gebrauchten Tag und bezogen beim SV Sonsbeck eine hoch verdiente 0:3 (0:2)-Niederlage. Damit waren die Teutonen sogar noch gut bedient. Denn die Gastgeber ließen noch einige gute Chancen liegen und scheiterten am starken Keeper Felix Burdzik, einem der wenigen Lichtblicke der Grün-Gelben. Trainer Bekim Kastrati nahm die Leistung seiner Mannschaft äußerlich gelassen: „Ja, das war schlecht. Aber ich bin nicht böse. Denn ich weis, dass es solche Tage gibt.“ Worüber sich der 40-Jährige allerdings mächtig ärgerte, war eine Rote Karte gegen Semih Zeriner. Der Youngster sorgte nach seiner frühen Einwechslung für mehr Tempo auf der rechten Seite, leistete sich aber in der zweiten Halbzeit ein rüdes Foul an Luca Terfloth und flog zu Recht vom Platz (51.). Damit schwanden gestern die letzten Hoffnungen auf Zählbares. Zusätzlich beraubte der 20-Jährige seinem Trainer angesichts der Abwesenheit von Burhan Sahin und Julian Suarterna-Florez einer wertvollen Option in der Offensive.

„Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“. So wirkte das, was die Teutonen von Beginn an auf den Platz brachten. Nach vorne ging gar nichts. Der Schachzug, Kevin Breuer offensiver einzusetzen, verpuffte. Auch weil seine Mitspieler das Spiel ohne Ball vermissen ließen und somit die nötigen Anspielstationen fehlten. Erschwerend kam hinzu, dass sich in der Defensive immer wieder große Lücken auftaten. Auffällig war dabei, dass die Teutonen im individuellen Laufduell meist den Kürzeren zogen. Vor allem die rechte Abwehrseite blieb dadurch in der ersten Halbzeit ein gern genutztes Angriffsziel der Hausherren. Kastrati handelte deshalb früh und nahm nach dem gelb/rot-gefährdeten Kai König auch den dort agierenden Oliver Wersig vom Feld. Leistungsmäßig hätte es auch viele andere treffen können.

Sonsbeck kam schon in den ersten Minute zu dicken Chancen. Burzik parierte zweimal (2./5.), war aber beim 1:0 durch den aufgerückten Robin Schoofs nach einer Ecke chancenlos (9.). Immer in Bewegung schufen sich die Gastgeber im weiteren Verlauf die nötigen Räume und kamen zu weiteren guten Chancen. Wersig (19.) und König (29.) verhinderten dabei eine frühere Vorentscheidung. Die fiel wenig später. Wieder einmal ging es für die Gäste zu schnell und Luis Gizinksi schob ein (36.).

Direkt nach Wiederanpfiff stand Burdzik wieder im Fokus und verhindert das 0:3 durch Jan Geurtz, der zuvor Ioannis Alexiou mit einer einfachen Finte verlud (47.). Nach dem Platzverweis gegen Zeriner, der zwei Minuten vorher noch auf der Linie klärte, drohte den Gästen gegen den laufstarken und galligeren Gegner ein Debakel. Vor allem Klaus Keisers hatte mehrere Treffer auf dem Fuß. Freistehend schoss der Angreifer drüber (56.), scheiterte nach Breuer-Fehlpass an Burdzik (58.) und verzog eine „Hunderprozentige“ (59.). Im vierten Anlauf versetzte er den Teutonen aber den KO. Von einem Diagonalpass auf den Weg geschickt ließ er Burzik keine Abwehrchance (66.). „Wir haben mit zehn Mann nochmal alles versucht“, so Kastrati, „aber wir kamen heute irgendwie nicht vom Fleck.“

St. Tönis: Burdzik - Wersig (40. Cakmakci), Stiels, Alexiou, Baum - König, (31. Zeriner), Falcone (58. Böhm) - Genda, Breuer (72. Maloku), Drubel - Strode.

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