Tennisprofi Berlocq ist für Krefeld eine Bank

Tennis : Carlos Berlocq ist eine Bank

Der argentinische Tennisprofi ist für den Bundesligisten ein echter Glücksgriff.

Während ihr Papa am Sonntag auf dem roten Sand für den HTC Blau-Weiß um Punkte kämpfte, tummelten sich seine beiden Kinder auf dem Spielplatz der Anlage. Dabei ist es sehenswert, wie der 35-jährige Argentinier in der Bundesliga auftrumpft. An allen drei Spieltagen in dieser Saison gewann er jeweils sein Einzel und im Doppel. Selten konnte ein Neuzugang des Stadtwaldteams eine so makellose Bilanz aufweisen. Der Sandplatzspezialist ist mit Abstand die bisher stärkste Nummer vier der Blau-Weißen und an dieser Position eine echte Bank.

Olaf Merkel schwärmte nach dem 5:1-Heimsieg gegen Reutlingen von seinem Neuzugang: „Carlos ist mit seiner Konstanz und seiner Erfahrung besonders im Doppel ein wichtiger und entscheidender Faktor. Im Einzel profitierte er an Position vier davon, dass wir im Ranking vor ihm drei Topspieler aufbieten konnten.“ „Es hat mir bisher bei Blau-Weiß sehr viel Spaß gemacht. Die Stimmung auf der Anlage gefällt mir sehr gut. Die Atmosphäre im Klub ist super. Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagte er am Sonntag, ehe er sich mit seiner Familie auf den Weg nach Scheveningen machte, wo er am Montagabend beim Challenger-Turnier schon wieder im Einsatz war.

Auch die anderen drei Sieger vom Sonntag sind diese Woche im Turniereinsatz. Olaf Merkel war Sonntag nicht nur als Teamchef gefordert, sondern auch als Reisemanager. Denn nur mit Mühe bekamen Paolo Lorenzi und Marco Cecchinato in Köln einen Flug Richtung Süden. Beide sind ab heute beim ATP-Turnier in Umag (Kroatien) im Einsatz. Jürgen Melzer schlägt im schwedischen Bastad in der Doppel-Konkurrenz auf.

Beim Blick auf die Tabelle steht fest, dass die Blau-Weißen einen optimalen Saisonstart hinlegten und mal wieder vom Titel träumen können. „Wir sind sehr zufrieden, aber nicht euphorisch. Die ersten drei Spieltage haben gezeigt, wie eng es in der Liga wieder zugeht. Wer hätte schon damit gerechnet, dass die Gladbacher am Sonntag mit ihrer Supertruppe gegen Weinheim nicht gewinnen“, sagte Olaf Merkel gestern.

Nach Mönchengladbach geht die Reise für das Stadtwaldteam am Sonntag. Voraussichtlich werden vier neue Spieler für Blau-Weiß aufschlagen. Wer das genau sein wird, ergibt sich im Laufe der Woche. In den Planungen des Teamchef spielen Alessandoro Giannessi, Ricardo Ojeda Lara, Andrea Collarini, Federico Gaio oder Pedro Cachin eine Rolle. Eventuell kann er doch auf einen Spieler zurückgreifen, der schon im Einsatz war. „Wenn zum Beispiel Carlos Berlocq in Scheveningen sehr weit kommt, kann er keine Quali in Hamburg spielen. Dann steht er eventuell am Sonntag zur Verfügung“, sagte Olaf Merkel gestern.

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