Tennis Versöhnlicher Saisonabschluss beim HTC Blau-Weiß Krefeld

Krefeld · Der HTC Blau-Weiß Krefeld beendet die Saison in der 2. Tennis-Bundesliga Nord nach einem 7:2-Erfolg gegen den Suchsdorfer SV als Dritter. Für Teamchef Hajo Ploenes eine leistungsgerechte Platzierung des Stadtwaldteams.

Tom Schönenberg feierte gegen den Schweden John Hallquist seinen dritten Einzelsieg.

Tom Schönenberg feierte gegen den Schweden John Hallquist seinen dritten Einzelsieg.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Stefan Brauer

Die 2. Tennis-Bundesliga Nord schloss gestern für diese Saison ihre Pforten. Am letzten Spieltag der zweithöchsten Spielklasse unterstrich der bereits zuvor als Aufsteiger feststehende TK Blau-Weiss Aachen noch einmal seine Ausnahmestellung. Denn durch einen 5:4-Erfolg über den Bremer TC behielt der Meister seine weiße Weste. Nach dem deutlichen Erfolg in Bremen am Freitag legte der HTC Blau-Weiß Krefeld gestern noch einen ebenso klaren 7:2-Sieg gegen Tabellennachbar Suchsdorfer SV nach und beendete die Spielzeit auf dem dritten Platz. Hinter Aachen und dem Kölner THC, gegen die es zwei klare Niederlagen gab. Damit landete das Stadtwaldteam auch genau hinter jenen Teams, denen Teamchef Hajo Ploenes vor Saisonbeginn die größten Chancen auf die Meisterschaft einräumte. „Mir war klar, dass wir bei normalen Aufstellungen gegen beide nicht gewinnen können. Die Platzierung, die wir erreicht haben, entspricht auch unseren Leistungen. Wobei die Heimniederlage gegen den LTTC Berlin nicht sein musste.“

Auch wenn den Blau-Weißen eine Überraschung nicht gelang, so bleibt dennoch eine Saison, in der den Zuschauern an der Hüttenallee zum wiederholten Mal hautnah hochklassiges Tennis geboten wurde. In einer familiären Atmosphäre mit nahbaren Top-Spielern, die sich immer wieder als Team präsentierten, was in dieser Indvidualsportart keine Selbstverständlichkeit ist. Für Ploenes passte die Zusammenstellung des Teams in dieser Saison besonders: „Das ist eine wunderbare Mannschaft mit einer tollen Kameradschft. Wenn sie hier auf der Anlage sind, spielen sie mit jedem. Auch mit Anfängern. Das freut besonders die Kleinen, für die das ein besonderes Erlebnis ist.“

Bei ihrer letzten Aufgabe gegen Suchsdorf machte ihnen zunächst das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Carlos Sanchez Jover und Gero Kretschmer konnten draußen noch ihre Spiele zu enden bringen, bevor der Dauerregen die Teams in die Traarer Halle am Liesentorweg zwang. Mit einer 5:4-Führung im zweiten Satz war für Tom Schönenberg der Einzel-Einsatz unterm Dach nach einen Spiel schnell beendet. Federico Gaio und die beiden Youngster Sascha Guemard Wayenburg (20 Jahre) und Edas Butvilas (19) knöpften an die gute Bilanz der ersten Runde nahtlos an und setzten sich ebenfalls ohne Satzverlust durch. Mit der 6:0-Führung vor den Doppeln sorgten die Seidenstädter vor einigen Zuschauern, die den Weg in die Halle mit antraten, für ein Novum in dieser Saison.

Finanziell war die intensive Spielzeit ein Kraftakt, zumal gegenüber der 1. Bundesliga sechs anstatt vier Spieler eingesetzt werden müssen, für die das Budget reichen muss. Wenn es nach dem Teamchef geht, soll aber auch in der nächsten Saison Top-Tennis an der Hüttenallee zu sehen sein. „Wenn ich die Begeisterung und die Unterstützung sehe, wie es zum Beispiel in Berlin der Fall war, muss es eigentlich weiterhin so sein.“ Mit dieser Frage werden sich die Verantwortlichen wieder zu beschäftigen haben. Klar ist aber, dass auch Klinkenputzen angesagt ist, um viele kleine Sponsoren gewinnen zu können. „Den einen großen Sponsor kriegen wir nicht“, ist sich Ploenes sicher.