Tennis-Spektakel im Krefelder Stadtwald

Tennis Bundesliga : Tennis-Spektakel im Krefelder Stadtwald

Morgen um 11 Uhr öffnet sich der Vorhang zur Tennis-Bundesliga-Saison 2018. Der HTC Blau-Weiß geht als Favorit in das Spiel gegen Rot-Weiß Köln. Ein neuer Zuschauer-Rekord deutet sich an. Marco Cecchinato traf gestern ein.

Normalerweise sitzt Olaf Merkel in den Tagen vor dem Start der Tennis-Bundesliga nahezu rund um die Uhr am Telefon und bemüht sich, seine bestmögliche Formation auf die Beine zu stellen. Diese Woche ging es in seinem Büro allerdings recht entspannt zu. „Alles ist gut. Die Aufstellung bereitet mir diesmal kein Kopfzerbrechen“, sagte gestern der Teamchef des HTC Blau-Weiß Krefeld vor dem morgigen Heimspiel (11 Uhr) gegen den THC Rot-Weiß Köln. Mit einem Top-Aufgebot will das Stadtwaldteam den rheinischen Rivalen aus der Domstadt bezwingen. Angesichts der Vorfreude, die bei der gesamten Blau-Weiß-Familie und den hiesigen Tennisfans seit Wochen schon herrscht, ist morgen mit einem neuen Zuschauerrekord zu rechnen. Der bisherige datiert aus dem Vorjahr, als sich beim Start gegen den Meister Gladbacher HTC 1750 Besucher auf der Anlage knubbelten.

Das neue Aushängeschild der Blau-Weißen heißt Marco Cecchinato. Für den sympathischen Italiener hat nach seinem furiosen Siegeszug bei den French Open bis ins Halbfinale ein neues Tennisleben begonnen. Der 25-Jährige stammt aus Palermo, wohnt mittlerweile aber in Monte-Carlo. Dort hat er schon mit Novak Djokovic trainiert, den er in Paris bezwang. „Marco spielt derzeit das Tennis seines Lebens“, sagte Djokovic damals nach seiner überraschenden Niederlage.

Neben Cecchinato, der gestern Abend in Krefeld eintraf und sich heute nach seinen Auftritten auf dem Gras von Wimbledon an die Asche im Stadtwald gewöhnen will, schlagen morgen dessen Landsmann Paolo Lorenzi, der Spanier Roberto Carballes Baena und der Argentinier Carlos Berloc für den HTC auf. Hinter dem Einsatz von Lorenzi stand gestern noch ein kleines Fragezeichen, das sich allerdings am Nachmittag auflöste. Denn an der Seite von Albert Ramos unterlag er in Wimbledon im Doppel der an Nummer fünf gesetzten Paarung Bruno Soares/Jamie Murray.

Wichtig ist natürlich auch, mit welchem Aufgebot die Kölner heute am Niederrhein erscheinen. Deren Topspieler Fabio Fognini und Benoit Paire sind noch in Wimbledon im Einsatz. Zu rechnen ist mit „Rastaman“ Dustin Brown, Santiago Giraldo, Oscar Otte und Kimmer Coppejans. „Das sind alles Spieler, die man nicht unterschätzen darf. Wir gehen sicher als leichter Favorit ins Spiel, aber ein Sparziergang wird unser erstes Heimspiel sicher nicht“, sagte Olaf Merkel.

Die Domstädter gehen in ihre vierte Bundesliga-Saison. Der bisherigen Sponsor (Öl und Gas) wurde aus dem Vereinsnamen gestrichen, der dem Team kein Glück brachte. Jetzt hoffen die Rot-Weißen auf eine nicht so nervenaufreibende Saison wie in den vergangenen beiden Jahren, als bis zum Schluss gegen den Abstieg gekämpft werden musste.

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