Tennis: Crefeld Open sind zu Ende

Tennis : Siddiqi-El Hatri verteidigt ihren Titel

Auch Helga Nauck (CHTC) und Rainer Bongarth (HTC BW Krefeld) siegen bei den 28. Krefeld Open.

Obwohl Horst Giesen schon zum 28.Mal die Krefeld Open als Turnierdirektor begleitet, durfte er diesmal eine Premiere feiern. „Bis auf 20 Minuten beim Sommerfest am Samstag hatten wir keinen Regen zu verzeichnen. Das gab es noch nie bei den Krefeld Open“, sagt Giesen nach den letzten Ballwechseln. Als Kreisvorsitzender dürfte es ihn zusätzlich gefreut haben, dass es am finalen Wochenende gleich drei Siege von Krefelder Akteuren zu feiern gab.

Hochdramatisch ging es bei den Herren Ü45 zu. Hier ließ Rainer Bongarth (HTC BW Krefeld) gleich in seinem ersten Spiel gegen den an Nummer zwei gesetzten Norbert Potthoff (SC RW Remscheid) aufhorchen, das mit 10:6 im Champions Tie Break entschieden wurde. Auch im Halbfinale gegen Marc Walbrecht (TC BW Elberfeld) machte es der Krefelder im Champions-Tiebreak spannend. Im Finale gegen den Topgesetzten Ulrich Makowka (TC Bissendorf) führte Bongarth im Champions Tie-Break schon mit 9:3, als er sich einen Muskelfaserriss zuzog. Doch anstatt aufzugeben, stellte er sich dem Aufschlag seines Gegners und returnierte so gekonnt, dass Makowka den Ball ins Netz schlug.

Für Helga Nauck (Crefelder HTC) gab es bei den Damen 55 keinen ebenbürtigen Gegner. Selbst das Finale gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Katalin Böröcz (TSG Söflingen) war mit 6:1 und 6:1 eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Damit unterstrich Nauck abermals, dass sie derzeit in ihrer Altersklasse in Deutschland das Maß aller Dinge ist.

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Ein Finale auf Augenhöhe lieferte sich dagegen in der Damen Ü50-Klasse die Krefelderin Shabnam Siddiqi el-Harti (HTC BW Krefeld) mit Petra Dobusch, die im Halbfinale die Nummer eins Susanne Veismann (ETuF Essen) rausgeworfen hatte. Beide Spielerinnen kennen sich aus zahlreichen Duellen, und nach dem 6:0 und 0:6 in den ersten beiden Sätzen war Siddiqi El-Hatri am Ende froh, dass sie den Champions Tie-Break mit 10:7 gewann und ihren Titel aus dem Vorjahr damit verteidigte. „Bitte, Bitte macht  im nächsten Jahr weiter“, richtete sie nach der Siegerehrung ihre Worte an den Crefelder TC.

Während bei den Herren 55 für den Kempener Thomas Köhnen im Halbfnale mit 1:6 und 0:6 gegen  Claus Weinforth (TC Bredeny) Endstation war, kam es bei den Herren Ü60 zum Klassiker zwischen Norbert Henn und Manfred Jungnitsch. So oft wie die beiden haben keine anderen Spieler sich bei den Open gegenüber gestanden. Und wie auch schon in den Duellen zuvor musste sich Henn, der im Halbfinale den Grefrather Achim Pryzbilla rausgeworfen hatte, dem inzwischen auch elffachen Open-Sieger Manfred Jungnitsch  mit 6:4, 6:4 und 11:9 beugen.

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