Tennis-Bundesliga: HTC Blau-Weiß Krefeld spielt beim Gladbacher HTC

Tennis-Bundesliga : Blau-Weiß reist zum Lokalduell zum GHTC

Am vierten Spieltag der Tennis-Bundesliga tritt die Auswahl von Teamchef Olaf Merkel am Sonntag in Mönchengladbach an.

Eigentlich ist der morgige Sonntag ja ein Tag, der sich prima für eine Radtour eignen würde. Das Wetter soll stimmen, und zumindest für die Tennisfans aus Krefeld gibt es am Vormittag auch ein lohnendes Ziel: das Auswärtsspiel des HTC Blau-Weiß Krefeld in Mönchengladbach. Gladbacher HTC heißt der Gegner der Auswahl von Teamchef Olaf Merkel, und zum Kader des Teams, das an den Holter Sportstätten in Mönchengladbach seine Heimat hat, zählt unter anderem der deutsche Daviscup-Spieler Philipp Kohlschreiber. Ob er allerdings dabei wird, entscheidet sich wohl erst am heutigen Samstag. Sicher dabei sind Rogerio Dutra Silva, die Nummer Eins in seinem Heimatland Brasilien, sowie der Spanier David Gimeno Traver, bestätigte Gladbachs Teamchef Henrik Schmidt.

Sein Krefelder Gegenüber ist nicht gut auf Schmidt zu sprechen. Denn vor der vergangenen Spielzeit hatten sich die Teamchefs darauf verständigt, offen mit der geplanten Aufstellung umzugehen, heißt: sie im Vorfeld bekannt zu geben, um den Heimvereinen die Chance zu geben, die Spiele besser bewerben zu können. „Daran hat er sich nicht gehalten, und wir hatten ziemlich Streit deshalb. Angeblich, weil nicht klar war, wer wo noch Turniere spielen würde, aber das ist Quatsch. Das weiß man im Vorfeld“, sagt Merkel. Nichtsdestotrotz wolle er sich an die Absprachen halten: „So einen Firlefanz mache ich nicht mit. Unser Kader steht, und ich habe auch kein Problem damit, das öffentlich zu machen.“

Somit kommen derzeit fünf Spieler für einen Einsatz am Sonntag in Frage. An Eins soll der Italiener Alessandro Gianessi aufschlagen. Allerdings spielt er zurzeit noch bei einem Turnier im niederländischen Scheveningen, und sollte er dort spätestens am heutigen Samstag die Segel streichen, führt er das Aufgebot des Tabellenzweiten an. Fix eingeplant sind desweiteren der Spanier Ricardo Ojeda Lara an Position zwei, der Argentinier Andrea Collarini und der Italiener Federico Gaio. Sollte Gianessi ausfallen, rückt für ihn mit Pedro Cacchin ein weiterer Argentinier in die Startformation - er würde dann an drei zwischen Collarini und Gaio spielen.

Ziel jedenfalls ist, den tollen Saisonstart mit 5:1-Zählern aus den ersten drei Partien zu versilbern. „Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir uns zwar nicht als Titelanwärter sehen, aber vorne mitmischen wollen. Unser Focus liegt ganz klar auf den Heimspielen, wo wir unseren Zuschauern gutes Tennis zeigen wollen. Da sind wir momentan auf einem richtig guten Weg, und darum wollen wir auch weiterhin erfolgreich abschneiden“, sagt Olaf Merkel.

Die Gladbacher hingegen stehen schon ein klein wenig unter Zugzwang, soll es etwas geben mit dem zweiten Meistertitel innerhalb von drei Spielzeiten. Derzeit liegen sie auf dem fünften Rang in der Tabelle, haben zweimal Unentschieden gespielt und einen Sieg eingefahren. Geht es nach den Krefeldern, soll morgen nicht der zweite dazukommen.

Erster Aufschlag auf der Sportanlage „An den Holter Sportstätten“ in Mönchengladbach wird um elf Uhr sein.

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