Tennis-Bundesliga: Blau-Weiß Krefeld kann Spitzenreiter werden

Tennis-Bundesliga : HTC kann heute an die Spitze klettern

Der HTC Blau-Weiß Krefeld muss in der Tennis-Bundesliga heute reisen: Um 13 Uhr ist der erste Aufschlag beim TC Weinheim. Am Sonntag kommt um 11 Uhr Blau-Weiß Halle zur Sportanlage an die Hüttenallee im Stadtwald.

Mit einem Doppelspieltag geht die Saison in der Tennis-Bundesliga für den HTC Blau-Weiß Krefeld weiter. Sowohl heute als am Sonntag geht es dabei für Auswahl von Teamchef Olaf Merkel gegen zwei Tabellennachbarn, die in Schlagweite der Krefelder sind. Heute fahren die Krefelder als Tabellendritter mit 6:4-Zählern zum Tabellenfünften, dem TC Weinheim, der eine Bilanz von 5:5 Punkten aufzuweisen hat und mit einem Sieg an den Blau-Weißen vorbeiziehen könnte. Sonntag dann kommt der TC Blau-Weiß Halle zum Kräftemessen an die Hüttenallee, und das Duell der beiden Blau-Weißen beginnt um 11 Uhr. Halle hat zurzeit wie Weinheim 5:5 Punkte, liegt aber einen Rang davor auf Platz vier. Kleines Bonbon für die Krefelder am Rande: Mit einem Sieg heute könnte der HTC sogar an die Tabellenspitze der Liga klettern. Dazu müssten aber Spitzenreiter Mannheim gegen den Tabellenvorletzten Reutlingen und der Zweite, Rochusclub Düsseldorf, der zu Rot-Weiß Köln fährt, patzen.

„Darauf schauen wir aber nicht“, sagt Olaf Merkel. „Unser Ziel bleibt weiterhin, attraktives Tennis vor allem bei den Heimspielen zu bieten und die Spiele am Stadtwald attraktiv zu gestalten.“ Dennoch bietet er heute in Weinheim ein absolutes Top-Team auf - und die gleichen Vier sollen es auch am Sonntag im Heimspiel richten. An Eins wird der Italiener Paolo Lorenzi aufschlagen. Er hat so eben ein Turnier in der Schweiz beendet und sollte am gestrigen Abend direkt im Hotel zum Team stoßen. An zwei wird der Argentinier Carlos Berlocp zum Einsatz kommen, der bereits seit zwei Tagen in Krefeld trainiert hat und der sich ebenfalls schon gestern auf den Weg gen Weinheim gemacht hat. Olaf Merkel höchstselbst war gestern unterwegs zum Frankfurter Flughafen, um dort den österreichischen Wimbledon-Sieger Jürgen Melzer und den Italinier Alessandro Gianessi aufzulesen, die den Kader an den Positionen drei und vier verstärken werden. „Das ist schon eine gute Mannschaft, die wir an den beiden Tagen jetzt stellen werden“, sagt Merkel, der sich besonders darüber freut, dass er eigentlich auch mit deutlich mehr Spielern hätte antreten können. „Die Jungs wollen alle zum Einsatz kommen, sind richtig heiß darauf, für uns zu spielen. Das werte ich als gutes Zeichen“, sagt der Teamchef, der - so zumindest die Lehre aus dem Spiel gegen den Gladbacher HTC - sich auch auf die Jungs auf den hinteren Positionen verlassen kann. Beim 3:3 gab seine Auswahl zwar eine 3:1-Führung aus der Hand, doch „die starke Gladbacher Auswahl überhaupt am Rande einer Niederlage zu haben, macht mich schon stolz“.

Gestern am späten Nachmittag traf sich seine Auswahl nun zum nächsten Auftritt in Weinheim. Das Hotel dort hat den Vorteil, dass die Spieler sozusagen vom Ausgang direkt auf den Center Court gehen können. „Das ist natürlich sehr komfortabel“, sagt Merkel, der gestern Abend noch zu einem ersten Einschlagen auf den brütend heißen Tennisplatz bat, bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging - die optimale Voraussetzung für den Angriff im Fernduell auf die Tabellenspitze. Ob es auch tatsächlich damit klappt, werden wir heute Abend wissen. Und dann würde Krefeld sogar als Tabellenführer zum nächsten Heimspiel am Sonntag in den Stadtwald laden.

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