Lokalsport: "Team Pinguine" soll mehr Einnahmen generieren

Lokalsport: "Team Pinguine" soll mehr Einnahmen generieren

Der Partnerpool wird abgeschafft und durch das "Team Pinguine" ersetzt. Große Hoffnung in neue zweite Reihe.

Der Partnerpool wird abgeschafft und durch die neue Gruppe ersetzt. Große Hoffnung in neue zweite Reihe.

Nur noch wenige Kaderplätze im Team der Krefeld Pinguine sind bisher nicht besetzt. Wobei die Verhandlungen mit den restlichen Kandidaten sehr weit gediehen sind. "Wir gehen davon aus, dass wir bis zur Fußball-WM unseren Kader komplett haben", sagt der sportliche Leiter und Geschäftsführer der Schwarz-Gelben, Matthias Roos. Dabei stehen vor allem noch zwei wichtige Personalien aus: Der Außen der ersten Reihe neben Daniel Pietta und Jordan Caron, sowie ein ausländischer Verteidiger.

Die zweite Reihe ist mit der Verpflichtung von Jacob Berglund komplett. Von dieser erhofft sich Roos viel. "Wir hatten diese Reihe in der Konstellation bereits im Januar auf dem Zettel und sind begeistert, dass es geklappt hat. Ich rechne mit mehr Torgefahr, als in der Vorsaison, aber auch mit einem stabileren Auftritt in der Defensive", sagt er. Von Reihe eins, drei und vier erwartet er mindestens ähnliche Leistungen, wie in der vergangenen Spielzeit. Damit sollte das Team insgesamt deutlich besser aufgestellt sein.

Beeindruckt zeigt er sich von den Transferanstrengungen der Konkurrenz. Speziell Düsseldorf schlug kräftig zu. "Mit deren Torwart Fredrik Pettersson Wentzel hatten wir uns vor einem Jahr auch beschäftigt. Zumindest, bis wir den Preis gehört haben, dann war es schnell vorbei. Wenn wir Daniel Pietta und Marcel Müller abgegeben hätten, wäre es gegangen", deutet der Geschäftsführer der Pinguine an, welche finanziellen Möglichkeiten derzeit offenbar rheinaufwärts vorhanden sind. Da die DEG, als ein Team, das die Play-offs in der Vorsaison ebenfalls verpasste, zu den Konkurrenten um Rang zehn zählen, verdeutlich das die Herausforderung, vor der die Pinguine stehen.

Folglich müssen größere Einnahmen her und die wollen die Krefelder vor allem im Segment Kleinsponsoren generieren. Der Partnerpool, der von der Firma BAES aus Berlin betreut wurde, wird beendet. An seine Stelle tritt das "Team Pinguine". "Einen Partnerpool gibt es auch bei anderen Teams und Sportarten. Wir wollen etwas eigenes schaffen", sagt Fabian Herzog, der gemeinsam mit Robin Kohl und Tom Södler das neue Konstrukt für Kleinsponsoren betreut. Letzter ist seit April für die Pinguine tätig, spielte in der Jugend für den EC Bad Nauheim und arbeitete bereits beim Oberligisten unter der Regie von Roos im Marketingbereich. Jetzt studiert er in Düsseldorf.

Dabei können Sponsoren von der vierten Reihe (für 250 Euro pro Jahr) bis zur ersten Reihe (3000 Euro pro Jahr) das Team unterstützen. Als Gegenleistung bekommen sie mehr Karten als im Vorjahr. "Wir müssen keine Marge mehr abführen. Darum können wir eine größere Gegenleistung bieten", sagt Södler. Trotzdem geht Roos von einer deutlichen Steigerung der Einnahmen durch das Team Pinguine aus. Das könnte dann mittelfristig helfen, den Abstand zu Teams wie Düsseldorf zu verkürzen. Wichtig sei auch, dass die Betreuung der Sponsoren nicht mehr vordringlich telefonisch, sondern persönlich erfolgt. "Ich will unsere Jungs aus dem Vertrieb eigentlich kaum in der Geschäftsstelle sehen. Sie sollen bei den Kunden sein, mit ihnen reden, ihnen gern auch mal das eine oder andere Interna mitteilen oder über das Team und die Situation diskutieren", sagt Roos. Damit wollen die Pinguine offener, aber auch professioneller werden und sich für die Zukunft wappnen.

(RP)