1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Lokalsport: Talkrunde mit Bernhard Peters

Lokalsport : Talkrunde mit Bernhard Peters

Der ehemalige Trainer des Crefelder HTC war im Vereinsheim zu Gast

Einen ganz besonderen Gast bekamen am Montagabend Mitglieder und Förderer des CHTC zu einer Talkrunde geboten, denn im Vereinsheim auf der Hüttenallee fand sich Vereins-Ehrenmitglied Berhard Peters ein. Der ehemalige Hockey-Bundestrainer, der in dieser Funktion für drei Weltmeistertitel und olympisches Bronze in Athen verantwortlich zeichnete, war von 1983 bis 85 auch sportlicher Leiter des Krefelder Traditionsvereins und ist diesem noch heute verbunden.

Bekanntheit erlangte der heutige Direktor Sport der Fußballer des Hamburger SV vor allem, als der damalige Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann ihn als DFB-Sportdirektor installieren wollte.

Als weithin geachtete Kapazität in der sportartübergreifenden Förderung von Spielern und Trainern gleichermaßen stellten die Verantwortlichen ihm auch einen angesehenen Gesprächspartner zur Seite, denn Otto Fricke, Bundesvorstandsmitglied der FDP, führte den Gast durch ein interessantes und kurzweiliges Gespräch.

In diesem thematisierte dieser naturgemäß zunächst vor allem Themen der Trainerentwicklung und -ausbildung. Bernhard Peters betonte dabei zunächst, dass Leidenschaft in jeder Rolle - als Sportler wie als Trainer - der Weg in den Leistungs-, bzw. Profisport sei. Trainern wie Verantwortlichen gab er mit auf den Weg, eine bessere Balance zu finden und sich nicht zu sehr von kurzfristigen Emotionen leiten zu lassen. Diese seien wichtig, doch es müsse auch immer der Blick für eine strategische Ausrichtung gewahrt bleiben. Ein guter Trainer, sagte der Gast, zeichne sich vor allem durch drei Eigenschaften aus: Persönlichkeit, Sozialkompetenz und fachliche Qualität. Hinsichtlich der Spieler, unabhängig von der Sportart, stellte er dar, dass das klassische Talent nicht die entscheidende Funktion habe. Vielmehr sei Talent insbesondere eine möglichst weitgehende Konsequenz im Trainingsfleiß, sowie die Liebe zum jeweiligen Spiel. Darüber hinaus bedürfe es auch starker kognitiver und koordinativer Fähigkeiten, die aber weitgehend trainierbar seien.

(RP)