SV Krefeld 72: Wasserball-Bundesligist feiert Derbysieg beim Duisburger SV

Wasserball : Leo Vogel hält die SVK’72 im Spiel

Die Wasserballer gewinnen beim Duisburger SV mit 9:8.

Die Wasserballerinnen des SV Bayer Uerdingen hatten sich für das Spiel bei den Wasserfreunden Spandau einiges vorgenommen, um dem amtierenden Meister Paroli zu bieten. Am Ende gingen sie in der Bundeshauptstadt buchstäblich mit 6:17 unter. Von der Defensivleistung her lieferten die Seidenstadtgirls in den ersten beiden Vierteln zunächst eine solide Arbeit ab. Geärgert haben dürfte dagegen Bayer-Trainer George Triantafyllou, dass seine Schützlinge in dieser Zeit immer wieder an der gegnerischen Torhüterin Victoria Chamorro scheiterten, so dass es mit 0:5 in die Pause ging. Erst zu Beginn des dritten Viertels versenkte Bayer-Spielerin Aylin Fry den Ball zum erstmals im Tor der Spandauerinnen und es schien so, als sei der Knoten geplatzt. Doch auch Berlin traf ebenfalls munter weiter und vergrößerte mit zunehmender Spielzeit sogar noch den Vorsprung.

Bei den Männern des SV Bayer Uerdingen gab es dagegen für Rainer Hoppe und Tim Wolthan beim SV Würzburg die Saisonpremiere als neues Trainerduo. „Weder Tim, noch ich waren vor dem Spiel nervös, da wir unsere Erwartungshaltung auch nicht so hoch geschraubt haben“, sagte Hoppe nach der 8:10-Niederlage. Dass die Bayer-Spieler das erste Viertel regelrecht verschliefen und dabei die eigenen Überzahlsituationen nicht nutzten, machten Hoppe und Wolthan ihren Schützlingen nicht zum Vorwurf. „Wir haben sehr viele junge Spieler in unseren Reihen, die lassen sich schnell mal durch die Zuschauer aus dem Konzept bringen.“ In der 10. Minute platzte dann mit dem 1:5 durch Lazar Kilibarda endlich der Knoten aus Seiten der Uerdinger, die sich fortan am Gegner herankämpften. Drei Minuten vor dem Abpfiff traf Simon Freisem mit dem 8:7 zur ersten Uerdinger Führung, doch die Schlussphase sollten dann gegen die Gäste vom Niederrhein sprechen. „Wir haben da eine unglückliche Hinausstellung bekommen, in Unterzahl den Ausgleich kassiert und danach noch einen Fernschuss rein bekommen“, sagte Hoppe weiter, der seiner Mannschaft „eine gute Kondition und eine gute kämpferische Einstellung attestierte“.

Ein klassisches Lokalderby mit hartem körperlichem Einsatz lieferte sich dagegen die SV Krefeld 72 beim Duisburger SV, das mit 9:8 gewonnen wurde und den ersten Saisonsieg einbrachte. „Nachdem wir das erste Viertel verschlafen haben, spielen wir zwei Viertel lang richtig ordentlich Wasserball. Danach dürfen wir uns das Spiel eigentlich nicht aus der Hand nehmen lassen. Am Ende haben wir uns dann nochmal richtig rein geworfen und den Ausgleich verhindert“, zog SVK-Kapitän Leo Vogel ein Fazit nach dem Spiel. Der Krefelder Torhüter selber sorgte im ersten Viertel dafür, dass die SVK nicht zu hoch in Rückstand geriet. Nach dem 5:5 zur Halbzeit setzte die SVK mit ihrer ruhigen und überlegten Spielweise der Partie ihren Stempel auf.