SV Bayer Uerdingen: Trainer Milos Sekulic wechselt nach Berlin ins dortige Bundesleistungszentrum

Wasserball : Rainer Hoppe übernimmt für Milos Sekulic

Der Trainer des SV Bayer Uerdingen wechselt nach Berlin ins dortige Bundesleistungszentrum. Als Übergangslösung steht Hoppe mit seinem Co-Trainer Tim Wolthan bereit.

Für Wasserballtrainer George Triantafyllou vom SV Bayer Uerdingen geht es nach dem Gewinn der U20 Meisterschaft Schlag auf Schlag weiter. Am Samstag um 18 Uhr geht es mit den Frauen zum amtierenden Deutschen Meister Wasserfreunde Spandau. Bereits im September standen sich beide Teams im Supercup-Finale gegenüber, wo sich die Seidenstadtgirls deutlich geschlagen geben mussten. „In den Spielen gegen Spandau können wir nur als Team gewinnen. Wir haben im Training ein paar Dinge einstudiert und probieren mal aus, ob das gegen das derzeit beste Team der Liga funktioniert“, sagt der Coach. Kapitänin Gesa Deike definiert die Aufgaben, die auf das Team zukommen, so: „Ziel ist es eine gute und sichere Verteidigung zu spielen. Wenn wir es schaffen, die Schlüsselspielerinnen von Spandau in den Griff zu bekommen, ist in diesem Spiel alles möglich.“

Einen nicht ganz unerwarteten Wechsel bei den Bayer-Männern gab es dagegen auf der Trainerposition. „Milos Sekulic hat unseren Verein nach neun Jahren als Spieler und Trainer in Richtung Berlin verlassen, wo er künftig im dortigen Bundesleistungsstützpunkt arbeiten wird“, erklärt Bayer-Abteilungsleiter Rainer Hoppe, der als Interimslösung zusammen mit Tim Wolthan übernimmt. Für Hoppe kein unbekanntes Terrain, war er doch zwischen 2011 und 2014 schon Trainer in Uerdingen. Es soll aber keine Dauerlösung werden. Laut Hoppe wird nach einem neuen hauptamtlichen Übungsleiter gesucht, der auch langfristig ins Konzept des Vereins passt. „Der Markt gibt derzeit keine geeignete Person her. Die, die geeignet sind, haben einen Vertrag bei anderen Vereinen“, sagt der Rekordtorschütze der Bundesliga zum Stand der Dinge. Das neue Trainerduo wird am Samstag um 16.30 Uhr beim Tabellenletzten SV Würzburg seine Premiere feiern. Hoppe freut sich auf ein Wiedersehen mit den Bayern: „In den 70er und 80er Jahren haben sie den Wasserball-Sport wesentlich geprägt, aber über die aktuelle Mannschaft musste ich mir erst einmal Informationen von anderen Mannschaften rein holen.“ Dass Bayer mit komplettem Kader die Reise in den Süden antreten kann, dürfte dabei äußerst hilfreich sein.

Einen etwas kürzeren Weg haben die Spieler von der SV Krefeld 72, die nur über die andere Rheinseite zum Duisburger SV müssen. Es bleibt abzuwarten, wie die bisher punktlosen Krefelder die einmonatige Pause verkraftet und ob sie sie sinnvoll genutzt haben.

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