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Lokalsport: Staffelleiter Michael Schieß nimmt Abschied

Lokalsport : Staffelleiter Michael Schieß nimmt Abschied

Der 74-jährige Willicher war im Tischtenniskreis Krefeld 42 Jahre für den Spielbetrieb zuständig.

Das der Willicher Michael Schieß solange dem Tischtennis verbunden bleibt, damit hatte er Anfang der 70er Jahre des vorherigen Jahrhunderts sicherlich nicht gerechnet. Seit 1976 ist das Mitglied vom SV BR Forstwald fast ununterbrochen als Staffeleiter des Tischtenniskreises tätig, heute Abend wird er auf dem Kreistag des Tischtenniskreises Krefeld nach seiner Verabschiedung in den Tischtennis-Ruhestand gehen.

Dabei war es eigentlich die Leichtathletik, die den heute 74-Jährigen zur DJK VfL Forstwald getrieben hatte. Dort wurde Schieß dann angesprochen, ob er nicht in der Tischtennis-Abteilung mal ein paar Bälle spielen möchte. Die ersten Versuche im Saal der Gaststätte Waldhof endeten allerdings ziemlich frustrierend. "Ich hab da gegen jemanden gespielt, gegen denn ich keinerlei Chance hatte. Im Nachhinein hat sich aber herausgestellt, dass der Forstwalder Trainer Paul Noebels war, der damals in der Landesliga spielte", erinnert sich Schieß. Nach dem sich die Tischtennis-Abteilung 1972 vom VfL abgespaltet und den SV BR Forstwald gegründet hatte, war Schieß von Anfang an in verschiedenen Funktionen auch im Vorstand des neuen Verein aktiv.

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An seine Anfänge als Staffelleiter der 2. und 3. Kreisklasse kann er sich noch gang gut erinnern: "Vom damaligen Sportwart Hubert Laprell gab es ein vorgedrucktes DIN A4-Blatt, dort wurde dann alles per hand eingetragen." Erste Erleichterungen gab es mit einem selbst geschriebenen Tabellenprogramm für den PC, dennoch wurden die Rundschrieben und Mitteilungen immer noch per Schreibmaschine getippt. Mit fortschreitender Technik wurde alles immer mehr auf Computer umgestellt, der große Quantensprung kam dann in der Saison 2005/2006 mit der Einführung des Internet-Portals click-tt. "Bis dato hatte ich mir ein eigenes System zusammengestrickt und die Saisonplanung mit der Hand gemacht, um alle Vereine zufrieden zu stellen. Aber so ganz ohne Probleme ging es dann doch nicht. "Ich hab dann die Sachen in die Ecke geschmissen, mit aber dann gesagt, komm die Vereine warten drauf. Mit der Umstellung komplett auf EDV gab es zwar anfangs auch Probleme, aber letztendlich war es danach einfacher", sagt Schieß weiter. Rückblickend auf seine 42 Jahre anhaltende Funktionärslaufbahn, auf der er acht Kreisvorsitzende miterlebte, kommt er bei einem Thema nochmals ins Schwärmen. "Damals waren die Kreispokalendspiele der Saisonhöhepunkt. Da hatten die Sponsoren die Mannschaften immer zum Essen danach eingeladen", sagt Schieß. Bevor er jedoch endgültig in den Ruhestand geht, hat Schieß nach zwei Sachen parat. Zum einen wickelt er die Vorbereitungen der Saison 18/19 für seinen Nachfolger ab, zum anderen stiftet der in Erinnerung an den langjährigen und vor zwei Jahren verstorbenen Kreisvorsitzenden Roman Dahm noch einen Pokal. "Der Roman-Dahm-Pokal soll an Leute gehen, die sich allgemein im Tischtennissport engagieren", sagt Schieß.

(RP)