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St. Tönis: Kevin Breuer erlöst überlegene Teutonen

Fußball-Oberliga : Kevin Breuer erlöst überlegene Teutonen

Fußball-Oberliga: St. Tönis lässt beim 1:0-Sieg über TuRU Düsseldorf reihenweise beste Chancen liegen. Mit zwei Siegen gelingt dem Aufsteiger ein perfekter Start. Trainer Kastrati muss kurzfristig Alexiou und Kuschel ersetzen.

Teutonia St. Tönis schreibt weiter an der Erfolgsgeschichte der letzten Monate. Nach dem Auftaktsieg über Germania Ratingen gelang dem Aufsteiger auch im zweiten Spiel ein Dreier. Der 1:0 (0:0)-Sieg bei TuRU Düsseldorf stellte die Verantwortlichen allerdings auf einen harte Geduldsprobe. Denn Gäste ließen vor 200 Zuschauern reihenweise beste Chancen liegen. Erst ein Geniestreich von Kevin Breuer erlöste die Grün-Weißen und ihre Anhänger, die sich nun auf ein interessantes Derby gegen den TSV Meerbusch am kommenden Donnerstag freuen dürfen.

Trainer Bekim Kastrati wollte kein Risiko eingehen und ersetzte die angeschlagenen Simon Kuschel und Ioannis Alexiou durch Semih Zeriner und Jiha Yoo. Beide lösten ihre Aufgabe bestens und reihten sich in ein Team ein, das gegen einen sichtlich limitierteren Gegner einen fußballerisch starken Auftritt hinlegte. Zwangsläufig ergaben sich auch gut und geduldig heraus gespielte Torchancen, die die Gäste aber nicht zu nutzen wussten. Gleich dreimal hatte TuRU-Keeper Johannes Kultscher in 1:1-Situationen gegen Brian Drubel, Leonard Bajraktari und Jannik Schulte das bessere Ende für sich. „Unfassbar, was wir hier für Chancen liegen lassen“, raufte sich Fußball-Abteilungsleiter Markus Hagedorn die Haare. Für Kastrati waren die vergebenen Möglichkeiten hinterher zweitrangig: „Natürlich wäre es ärgerlich gewesen, wenn wir hier 0:0 gespielt hätten. Aber mir war besonders wichtig, dass wir uns diese Torchancen auch erarbeiten. Ich bin aber jederzeit ruhig geblieben, weil ich mir sicher war, dass wir das Ding machen.“

Drubel eröffnete die zweite Halbzeit mit einer „Hundertprozentigen“ und leistete sich etwas später ein schwaches Zuspiel zum mitgelaufenen und einschussbereiten Brian Dollen. Und spätestens als Kosuke Nishi aus Kurzdistanz den Pfosten traf und den Nachschuss über den Querbalken setzte, schien das TuRU-Tor für die Gäste wie vernagelt. Um den Druck zu erhöhen stellte Kastrati auf eine Dreierkette um, was zunächst im Sande verlief. Unverkennbar war aber, dass die Gäste zu keiner Zeit locker ließen und in der Lage waren, das Tempo weiterhin hoch zu halten. Ein Punkt, den Kastrati nicht verwunderte: „Die Mannschaft kann bis zur 90. Minute Gas geben. Das verdanke ich meinem Trainerteam, insbesondere meinem Co-Trainer Michael Küpper.“

Was aus den Kombinationen heraus nicht gelingen wollte, vollendete Breuer mit einem technischen Highlight. Von Bajraktari in Szene gesetzt, erzielte der Kapitän mit einem sehenswerten Heber aus 25 Metern das Tor des Tages (79.). Der eingewechselte Burhan Sahin hatte anschließend die Vorentscheidung auf dem Fuß, blieb aber ebenso glücklos wie viele seiner Mitspieler.

Kastrati scheut häufig nicht die Kritik, fand aber gestern nur lobende Worte: „Wir wollten Fußball spielen und immer die Ruhe bewahren. Das hat die Mannschaft richtig gut umgesetzt.“