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SSV Krefeld-Gartenstadt bietet Kinder-Turnen an

Aus den vereinen : SSV Gartenstadt bietet jetzt Kinder-Turnen an

Robert Schmitz will als neuer Vorsitzender den 190 Mitglieder starken Verein wieder nach oben bringen.

(F.L.) Die Zeiten, in denen der SSV Gartenstadt in seiner über 50-jährigen Vereinsgeschichte sportlich für Schlagzeilen gesorgt hat, sind schon lange vorbei. Auch das der SSV einst eines der größten Beachhandball-Turniere in Deutschland ausgerichtet hat, ist lange her. Inzwischen meldet der knapp 190 Mitglieder starke Verein nur noch sieben Handball-Mannschaften im gesamten Altersspektrum für den Meisterschaftsbetrieb.

Seit Anfang des Jahres ist Robert Schmitz neuer Vorsitzender. Er hat sich vorgenommen, den Verein wieder etwas nach oben zu bringen. Doch wie soll das gehen bei einem Verein, der neben Handball nur noch Gymnastik anbietet? Dazu hat sich Schmitz natürlich schon länger Gedanken gemacht: „Mir ist aufgefallen, dass die Kinder immer unbeweglicher werden. Mir liegt es einfach am Herzen, etwas dagegen zu tun.“ Für sein aktuelles „Bambini-Projekt“ kommt ihm gelegen, dass sein Verein samstags die Turnhalle der Grundschule an Haus Rath von 10.30 Uhr bis 12 Uhr zu Verfügung hat. Ziel ist es, Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren durch kindgerechte Übungen, Ballspiele, Turnen, Spaß und Spiel an sportliche Bewegung heranzuführen. Momentan sind zehn bis 15 Kinder mit dabei, weil Schmitz schon auf dem Gartenstadtfest dafür Werbung gemacht hat, indem Interessierten bewusst gemacht wurde, dass die meisten Kinder in der Zukunft kein Handball spielen werden. „Der Erfolg wird nicht in Toren und Punkten gemessen, sondern im Lachen der Kinder und der Verbesserung ihrer motorischen Fähigkeiten. Dazu kommt das Miteinander und der rücksichtsvolle Umgang untereinander“, sagt Schmitz. Es werden sowohl eingeschränkte als auch nicht eingeschränkte Kinder betreut. Neben der Ausbildung stehen der Spaß und die Bewegung im Vordergrund.

In der Halle wird an Trampolinen, Kisten, Weichböden, Seilen, Stufenbarren und Sprossenwänden geübt. Alle Kinder werden behutsam an die Geräte herangeführt. Ziel ist es, sich individuell an die eigenen Grenzen heranzutasten und diese dabei ständig zu erweitern, aber niemals zu überschreiten. Damit das Ganze auch ein Selbstläufer wird sucht Schmitz noch weitere Mitstreiter im Verein, die ihm dabei helfen, die Grundlagen dafür zu schaffen.