Spoo-Brüder sollen den Abstieg von Adler Königshof aus der Handball-Nordrheinliga verhindern

Handball : Spoo-Brüder sollen beim Wunder helfen

Adler Königshof muss seine beiden Spiele gewinnen und benötigt Schützenhilfe, um den Abstieg aus der Handball-Nordrheinliga zu verhindern. Oberligist TV Oppum steht vor einer Englischen Woche.

Die Lage für die Adler Königshof in der Nordrheinliga ist zwei Spieltage vor Saisonende alles andere als komfortabel. Denn bei drei Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz müssen die Schwarz-Weißen, die überdies gegen die Wölfe Nordrhein den direkten Vergleich verloren haben und im Hinspiel gegen Homberg mit sechs Toren unterlagen, ihre beiden abschließenden Duelle beide gewinnen und hoffen, dass die Konkurrenten beide jeweils zweimal unterliegen.

Was sich zunächst wie ein aussichtsloses Unterfangen anhört, ist bei näherem Hinsehen durchaus möglich. In den vergangenen Spielen gelang es den Adlern zwar nicht, zu punkten, sie waren aber jeweils dicht an einem Erfolg dran und mussten sich gegen Aachen und Ratingen jeweils erst in den Schlussminuten beugen. „Das waren beides Topteams. Und auch in Dinslaken haben wir bis auf die Startphase der Partie sehr gut gespielt und haben absolut mitgehalten“, sagt Trainer Marius Timofte. Aus eben diesen starken Auftritten zieht er, ebenso wie sein Team, viel Mut.

Trotzdem: Die Aufgabe könnte schwerer kaum sein. Am Freitag geht es zunächst nach Köln. Beim TV Jahn Köln-Wahn soll der erste Erfolg her. „Köln ist offensiv wie defensiv ein gutes Team. Ihr Rückraum ist sehr torgefährlich und sie haben eine stabile 6-0-Deckung“, lobt Timofte das von Ex-HSG Krefeld-Trainer Olaf Mast betreute Team. Für Köln geht es um nichts mehr. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, will Timofte nicht beurteilen. Personell fehlen weiter Timo Hüpperling und Tim Wirtz. Dafür werden die Spoo-Brüder Alexander und Thorsten mit in die Domstadt reisen. Sollte es mit einem Sieg klappen, werden die Krefelder am Samstag den Teams aus Bonn (in Homberg) und Rheinbach (gegen die Wölfe Nordrhein) die Daumen drücken. Während die Lage für Bonn ähnlich ist, wie für Adler-Gegner Köln, ringt Rheinbach selbst noch gegen den Abstieg. Es steht also ein heißes und spannendes Wochenende bevor.

Für den TV Oppum stehen in der letzten Woche der Oberligameisterschaft unterdessen gleich drei Spiele an. Zum Auftakt empfängt der TVO am Samstag (18 Uhr) zum letzten Saison-Heimspiel Mettmann-Sport. „Wir wollen vor unserem Publikum noch einmal an die Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen", erklärte Oppums Trainer Ljubomir Cutura. Mit drei Siegen in Folge verabschiedeten sich die Spieler von Cutura in die Osterpause. „Wir sind sehr motiviert, diese Serie auszubauen“, sagte Cutura. Dank der kleinen Siegesserie spielten sich die Oppumer auf Platz acht in der Oberliga. Falls die Serie auch am Samstagabend weiterhin anhält, kann der TVO sogar den sechsten Tabellenplatz erreichen. 

Wichtig wird speziell die Abwehr: „Im Hinspiel haben wir 36 Gegentore kassiert. So viele dürfen wir am Wochenende nicht bekommen. Wir stehen aber mittlerweile viel kompakter und aggressiver in der Abwehr“, erklärte er. Besonders stark sei der Gegner aus Mettmann, weil dieser von allen Positionen torgefährlich sei: „Sie sind auch in der Breite sehr gut aufgestellt. Deswegen hat Mettmann hat einen der besten Angriffe der Liga“, lobte Cutura. Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt dem TV Oppum nach der Partie nicht. Bereits am darauffolgenden Dienstag tritt der TVO um 20.15 Uhr bei der abstiegsbedrohten SG Überruhr an. „Es werden zwei sehr anstrengende Spiele für uns, aber ich bin mir sicher, dass wir beide Spiele gewinnen können“, sagt Cutura.

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